Fassadenfarbe Häuser
Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2020

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Die Außenfassade ist das Aushängeschild des gesamten Hauses und sollte deshalb möglichst schön aussehen. Gleichzeitig muss sie vor Wind und Umwelteinflüssen schützen und über Jahre hinweg Regen, Hitze und Frost aushalten. Planst du, deine Hausfassade neu zu streichen und bist von der riesigen Auswahl an Fassadenfarben und ihren individuellen Eigenschaften überfordert? Dann bist du hier genau richtig.

In unserem großen Fassadenfarbe Test 2020 haben wir zahlreiche Fassadenfarben getestet und dir ausführliche Hintergrundinformationen und Anwendungstipps zusammengestellt. Damit wollen wir dir die Auswahl der richtigen Fassadenfarbe erleichtern und dir zudem Tipps geben, auf was du beim Kauf unbedingt achten solltest.

Inhaltsverzeichnis




Das Wichtigste in Kürze

  • Die richtige Fassadenfarbe ermöglicht es dir, deine Außenwand vor Verschmutzungen oder anderen äußeren Umwelteinflüssen zu schützen. Außerdem kann der Einsatz von verschiedenen Vollton- oder Abtönfarben dein Heim zu einem echten Hingucker machen.
  • Generell unterscheidet man zwischen mineralischen- und organischen Fassadenfarben. Beide Arten von Fassadenfarben sind in verschiedenen Maßeinheiten und zu unterschiedlichen Preisen erhältlich.
  • Mineralische Fassadenfarben sind frei von Lösungsmitteln und damit generell besser für die Umwelt. Organische Fassadenfarben haben hingegen den Vorteil, dass sie deine Fassade, durch den Einsatz von chemischen Bindemitteln länger sauber halten.

Fassadenfarbe Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Allrounder unter den Fassadenfarben


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einfach Schöner Silikon – Fassadenfarbe (10000 ml)

Die “einfach Schöner Silikon-Fassadenfarbe” von Wilckens weist eine sehr hohe Wetterbeständigkeit in Kombination mit geringer Verschmutzungsneigung auf.

Die “einfach Schöner Silikon-Fassadenfarbe” von Wilckens weist eine sehr hohe Wetterbeständigkeit in Kombination mit geringer Verschmutzungsneigung auf. Dank der Silikonveredlung ist sie wasserabweisend und zeitgleich aber auch wasserdampfdurchlässig.

Sie ist in der Farbe Weiß erhältlich und hat dabei einen matten Finish.

Die beste Fassadenfarbe mit Lotuseffekt

Die RyFo Colors Silikon-Fassadenfarbe ist eine auf Silikonharz basierende Fassadenfarbe. Sie zeichnet sich vor allem durch ihren „Lotuseffekt“ aus, der die Fassade lange vor Verschmutzungen, sowie Algen- und Pilzbefall schützt. Durch diesen Abperleffekt ist die Farbe hoch wasserabweisend.

Diese Fassadenfarbe hat ein Volumen von 12,5 Litern. Mit 1 Liter der Farbe ist es dir möglich, ca. 6 m² deiner Fassade streichen. Die Farbe ist matt weiß, kann bei Bedarf aber mit Vollton- oder Abtönfarben vermischt werden. Außerdem ist diese Fassadenfarbe lösungsmittelfrei.

Die beste lösungsmittelfreie Fassadenfarbe

Die Pufas Silikonharz-Fassadenfarbe ist eine, auf Silikonharz basierende Außenwandfarbe, die besonders durch ihre sehr gute Deckkraft und ihren hohen Weißgrad überzeugt. Zudem ist sie im Gegensatz zu anderen Fassadenfarben wasserabweisend und lösungsmittelfrei.

Die Pufas Silikonharz-Fassadenfarbe hat ein Volumen von 12,5 Litern. Auf einem glatten Untergrund reicht 1 Liter der Fassadenfarbe für ca. 6,5 m² aus, wobei die Fassadenfarbe eine sehr gute Deckkraft hat.

Außerdem weist die matte Außenfarbe einen sehr hohen Weißgrad auf. Nach Belieben kann die Farbe auch mit Vollton- oder Abtönfarben vermischt werden.

Die beste Fassadenfarbe mit hervorragender Deckkraft


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Die Wilckes Fassadenfarbe ist eine Dispersionsfarbe die auf dem Bindemittel Kunststoff basiert. Sie ist hochdeckend, wasserabweisend und hält deine Fassade gut vor Verschmutzungen sauber.

Ein Kübel der Fassadenfarbe enthält 10 Liter Farbe. Auf einem glatten Untergrund reicht 1 Liter der Fassadenfarbe für ca. 6 m² aus. Die Fassadenfarbe ist eine matte, sehr gut deckende Farbe in weiß. Es ist jedoch möglich, die Fassadenfarbe mit einer Vollton- oder Abtönfarbe zu vermischen.

Die Wilckens Fassadenfarbe kann auf den verschiedensten Untergründen verwendet werden. Sie haftet auf Putz- und Betonflächen, sowie Mauerwerken und Faserzementplatten.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Fassadenfarbe kaufst

Welche Fassadenfarbe nutzt du für welchen Untergrund?

Bevor du dich für eine Fassadenfarbe entscheidest, solltest du dich mit der Frage befassen, welche Art von Fassadenfarbe überhaupt für dein Haus geeignet ist. Wir geben dir einen Überblick, für welchen Untergrund sich welche Fassadenfarbe eignet und welche für dein Vorhaben die richtige ist.

Quelle: meisterbob.de

Für welche Untergründe solltest du mineralische Fassadenfarben nutzen?

  • Silikatfarbe: Wenn du dich für eine Silikatfarbe entscheidest, achte darauf, dass der mineralische Untergrund noch nicht anderweitig gestrichen wurde und entweder aus Kalk- oder Zementputz, Faserzement, Beton oder Naturstein besteht. Ungeeignet zum Anstrich mit Silikatfarbe sind Gipsputze oder Kunststoff- und Holzplatten.
  • Dispersionssilikatfarbe: Die Dispersionssilikatfarbe kannst du für Kalkputze, Leichtbeton, Ziegel, Kalksandstein und Naturstein nutzen. Auf gipshaltigen Bauteilen wie Gipskartonplatten oder Gipsputz hält die Farbe, wie auch bei Reinsilikatfarben nicht.

Für welche Untergründe solltest du organische Außenfarben nutzen?

  • Dispersionsfarbe: Durch ihre Beschaffenheit eignet sich Dispersionsfarbe für fast jeden Untergrund. Über Gipskarton, Zementfaserplatten bis hin zu Putz. Deshalb ist Dispersionsfarbe auch so beliebt bei Neuanstrichen.
  • Silikonharzfarbe: Silikonharzfarbe wird vor allem bei witterungsbeanspruchten Fassaden verwendet, da sie aufgrund der chemischen Zusammensetzung sehr gut auf mineralischen Untergründen haftet. Auch auf Putz, Gips, Beton oder Faserzement beweist sich die Fassadenfarbe als geeignet. Für Holz, Stahl und Aluminium ist sie dagegen eher ungeeignet.

Welche verschiedenen Fassadenfarben gibt es?

Was sind Vollton- und Abtönfarben?

Nachdem du entschieden hast, welche Art von Fassadenfarbe du für dein Haus benötigst, kommen wir nun zu einer der wichtigsten Entscheidungen. Welche Farbe soll dein Heim bekommen? Eine weiße Hausfassade ist dir zu langweilig? Dann probiere es doch mit einem klassischen Grau oder einem strahlenden Gelb.

Die Farbpalette bietet etliche Möglichkeiten und deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. (Foto: Bernadette Gatsby / unsplash.com)

Es gibt anorganische Volltonfarben, die für die mineralischen Fassadenfarben wie Silikatfarben und Dispersionssilikatfarben verwendet werden können und organische Volltonfarben. Diese sind für kunststoffgebundene Farben, wie z.B. Dispersionsfarben oder Silikonharzfarben geeignet.

Welche Fassadenfarben liegen im Trend?

Es gibt verschiedene Faktoren, die du bei der Wahl deiner Fassadenfarbe beachten solltest, z.B. die architektonische Gestaltung des Gebäudes, die Größe und auch die Umgebung. Bei der gleichen Farbwahl kann dasselbe Haus ganz anders wirken.

Farbe Beschreibung
Erdtöne Erdtöne wirken vor allem in einer naturnahen Umgebung. Lehm- oder Sandfarben passen besonders gut. Erdtöne strahlen eine schicke Eleganz aus und harmonieren wunderbar in Kombination mit Naturstein oder auch dunklem Massivholz.
Nachtblau Dunkelblau ist eine echte Charakterfarbe. Sie kann entweder für die gesamte Fassade oder noch besser als Akzentfarbe genutzt werden. Gut eignet sie sich vor allem, um an weißen Fassaden ein Highlight zu setzen. Dunkelblau wirkt elegant und sehr edel.
Pink und Rosa Wahrscheinlich hört es sich im ersten Moment sehr ungewöhnlich und kitschig an aber diese Kombination versetzt einen sofort in Urlaubsstimmung. Rosa und Pink als Fassadenfarbe erinnern vor allem an südamerikanische Länder wie zum Beispiel Mexiko. Die Farben verbreiten Lebenslust und Freude. Wer dieses Haus sieht, bekommt sofort gute Laune.
Steingrau Eine eher klassische Farbe, die derzeit absolut im Trend liegt, ist Grau in allen Abstufungen. Mit dieser Farbe gehst du kein Risiko ein. Grau geht immer! Besonders gut kann die Farbe auch mit dezenten Farben wie Sand, Weiß oder Schwarz sowie knalligen Farben wie Rot oder Gelb kombiniert werden.

Wie du siehst, sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Und wenn du dich nicht entscheiden kannst, stellt ein klassisches Weiß noch immer eine gute Alternative dar. Denn Weiß wirkt minimalistisch, schlicht und modern.

Wie viel Fassadenfarbe brauchst du pro Quadratmeter und in welchen Einheiten kannst du sie kaufen?

Wenn du dich für eine passende Farbe entschieden hast, stellt sich nun die Frage: Wie viel Liter dieser Fassadenfarbe brauche ich überhaupt? Denn Fassadenfarbe kannst du in den unterschiedlichsten Maßeinheiten kaufen. Typische Maßeinheiten sind vor allem 10 Liter- oder 12,5 Liter-Eimer.

Bei der Wahl der richtigen Fassadenfarbe gilt es den Untergrund genau zu beachten. Auch bei Putz sollte man beispielsweise genau darauf achten, ob die Farbe für Gips-, Zement- oder Kalkputz geeignet ist. (Foto: Capri23auto / pixabay.com)

Mit dem folgenden Beispiel fällt es dir leichter, deinen Verbrauch zu berechnen: Deine Fassade misst z.B. 10×4 m. Dein Haus hat 4 Wände. Nun multiplizierst du die jeweiligen Längen um die Grundfläche einer Seite zu erhalten. In unserem Beispiel wären dies 40 m² für jede Seite. Anschließend addierst du alle vier Seiten. Das Gesamtergebnis beträgt also 160 m².

Die Menge der benötigten Farbe hängt auch stark vom Untergrund der Fassade ab.

Bei einem sehr saugfähigen Putz musst du darum mit ungefähr 200 ml pro m² rechnen. Die Fassade aus unserem Beispiel benötigt im Resultat ca. 32 Liter für den ersten Anstrich. Benötigt dein Haus zwei Anstriche? Dann kalkuliere die doppelte Menge.

Was kostet Fassadenfarbe pro Liter?

Generell unterscheiden sich die verschiedenen Fassadenfarben nicht besonders in ihrem Preis. Es kommt natürlich auch auf den Untergrund deines Hauses an. Ist das Material sehr saugfähig? Musst du die Fassade zweimal streichen oder reicht auch ein Anstrich aus? Der Preis, den du am Ende zahlst, hängt von vielen Faktoren ab.

Um dir aber trotzdem einen Überblick über die Preise der verschiedenen Fassadenfarben zu geben, haben wir eine Tabelle aufgestellt:

Typ Preis
Silikatfarbe ca. 5-15 Euro
Dispersionssilikatfarbe ca. 5-15 Euro
Dispersionsfarbe ca. 4-18 Euro
Silikonharzfarbe ca. 5-20 Euro

Wo kannst du Fassadenfarbe kaufen?

Kaufen kannst du deine Fassadenfarbe in jedem handelsüblichen Bau- und Fachmarkt, wie z.B. bei HORNBACH, OBI oder TOOM. Diese bieten ein breites Sortiment an mineralischen und organischen Fassadenfarben, verschiedenster Hersteller an.

Aber natürlich kannst du dich auch für die bequemere Variante entscheiden und die Farbe direkt zu dir nach Hause liefern lassen. Etliche Onlineshops bieten dir die Möglichkeit zwischen Farben, Maßeinheiten und Preisen zu entscheiden.

Onlineshops:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • idealo.de
  • farbshop24.de
  • farben-kaufen.de

Entscheidung: Welche Arten von Fassadenfarben gibt es und welche ist die richtige für dich?

Du hast ein Haus gebaut oder möchtest deiner alten Fassade einen frischen Anstrich verpassen? Dann stehst du jetzt bestimmt vor der Frage: Welche Außenfarbe ist die richtige für mich? Generell wird zwischen mineralischen und organischen Außenwandfarben unterschieden:

Mineralische Farben:

  • Silikatfarben
  • Dispersionssilikatfarben

Organische Farben:

  • Dispersionsfarbe
  • Silikonharzfarben

Der folgende Beitrag gibt dir einen Überblick über die Zusammensetzung, die Vorteile und Nachteile und die Anwendungsbereiche der verschiedenen Farben für den Außenbereich.

Welche mineralischen Fassadenfarben gibt es und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Was sind Silikatfarben und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Silikatfarben bestehen aus Wasser, wasserglasbeständigen, anorganischen Pigmenten und mineralischen Füllstoffen, wie zum Beispiel Quarzsand.

Sie sind frei von organischen Bestandteilen wie zum Beispiel Kunststoffdispersionen. Die besondere Eigenschaft der Silikatfarbe besteht darin, dass der Anstrich eine chemische unlösbare Verbindung mit dem mineralischen Untergrund eingeht und so einen langlebigen und robusten Anstrich darstellt.

Vorteile
  • Langlebiger und robuster Anstrich
  • Feuchtigkeitsregulierend
  • Witterungsfest
  • Schutz gegen äußere Einflüsse
Nachteile
  • Schwere Verarbeitung
  • Hohe Kosten

Weitere Vorteile der Silikatfarbe sind, dass sie zum einen feuchtigkeitsregulierend und witterungsfest ist und damit einen guten Schutz gegen Algen und Schimmelpilze bietet. Auch gegen Luftverschmutzung, schwefelhaltige Abgase und sauren Regen ist sie sehr beständig. Nachteil der Silikatfarbe, im Vergleich zu anderen Fassadenfarben ist, dass sie nur schwer zu verarbeiten und somit auch teurer ist.

Was sind Dispersionssilikatfarben und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Der Begriff „Dispersion“ umschreibt bei Fassadenfarben das Bindemittel, das sich in Wasser verteilt aber nicht löst und sich damit chemisch bindet. Bei Dispersionssilikatfarben werden im Gegensatz zu Reinsilikatfarben neben Wasserglas noch 5 % organische Bestandteile wie Kunstharzdispersion als Bindemittel beigemischt.

Wichtig dabei ist, dass die 5 % nicht überschritten werden. Denn nur dann handelt es sich um eine einwandfreie Mineralfarbe mit den entsprechenden Eigenschaften, wie der Schutz vor Umwelteinflüssen.

Vorteile
  • Hält auf vielen verschiedenen Grundlagen
  • Hohe Deckkraft
  • Schützt gegen Schimmel und weitere Umwelteinflüsse
Nachteile
  • Teurer
  • Wirkt ätzend auf der Haut und benötigt Schutzkleidung zur Anbringung

Andere Vorteile dieser Beimischung sind eine bessere Anwendbarkeit auf bestimmten kritischen Untergründen und eine besonders feste und dauerhafte Verbindung mit einem mineralischen Untergrund.

Welche organischen Fassadenfarben gibt es und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Was sind Dispersionsfarben und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Die wesentlichen Bestandteile von Dispersionsfarben sind Farbpigmente, Wasser und eine Emulsion von Bindemitteln. Normalerweise sind die Farbpigmente und das Wasser nicht ineinander löslich. Durch die Zufuhr des Bindemittels lassen sie sich jedoch nahezu ohne sichtbare Trennung vermischen. Nach dem Auftragen des Anstrichstoffes verdunstet das Wasser und es bleibt eine Schicht aus eingefärbtem Bindemittel zurück.

Vorteile
  • Hohe Deckkraft
  • Frei von Reflexionen
  • Schutz vor Schimmelbildung
Nachteile
  • Geringe Umweltfreundlichkeit
  • Können allergische Reaktionen auslösen

Generell lässt sich sagen, dass Dispersionsfarben über eine hohe Deckkraft verfügen, frei von Reflexionen und leicht aufzutragen sind. Die Dispersionsfarbe enthält jedoch, in der Regel Konservierungsmittel, wie Biozide, um Bakterienbefall und Schimmelbildung zu unterbinden. Diese Stoffe sind nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern können auch zu allergischen Reaktionen führen.

Was sind Silikonharzfarben und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Das Bindemittel der Silikonharzfarbe basiert auf reinem Silicium. Hinzugefügt werden außerdem Kunststoffdispersionen und organische Lösungsmittel. Somit vereinen sich die Eigenschaften der Dispersions- und Silikatfarben.

Die besondere Eigenschaft der Silikonharzfarben ist ihr „Lotuseffekt“, durch den sie einen selbstreinigenden Charakter erhalten, hervorragend Wasser abweisen und dadurch auch Verschmutzungen wie Staub oder Pollen von alleine abgewaschen werden.

Vorteile
  • Lotuseffekt
  • Selbstreinigend
  • Wasserabweisend
  • Schutz vor Bakterienbildung
  • Atmungsaktiv
Nachteile
  • Geringe Umweltfreundlichkeit

Gleichzeitig lässt die Farbe jedoch auch zu, dass das angestrichene Mauerwerk atmen kann, d.h. die Feuchtigkeit kann verdunsten und wird vom Farbanstrich blockiert. Auch bieten Silikonharzfarben einen besseren Schutz gegen Schimmelpilze und Moose als herkömmliche Dispersionsfarben.

Aufgrund der ähnlichen Charaktereigenschaften zu Silikat- und Dispersionsfarben weist die Silikonharzfarbe auch die gleichen Nachteile, wie zum Beispiel eine geringe Umweltverträglichkeit, durch bestimmte Lösungsmittel auf.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Fassadenfarben vergleichen und bewerten

Du weißt nicht, welche Fassadenfarbe die Richtige für dich ist? Der folgende Beitrag zeigt dir, anhand welcher Kriterien du Fassadenfarben vergleichen und bewerten kannst.

  • Inhalt und Verbrauch
  • Basis der Fassadenfarbe
  • wasserabweisende und lösemittelfreie Farben
  • Deckkraft
  • Farbton und Glanzgrad
  • Einsatzbereiche

Die folgenden Absätze werden dir helfen, zu entscheiden, welche Kriterien für dich relevant sind, um dir deine Kaufentscheidung zu erleichtern.

Inhalt und Verbrauch

Wie viel Farbe du für den Anstrich deiner Außenwände brauchst, kommt auf die Größe des Gebäudes an. Wenn du dich also für eine Fassadenfarbe entschieden hast, ermittle vor dem Kauf deinen Verbrauch pro Quadratmeter.

In dem Abschnitt „Wie viel Fassadenfarbe brauchst du pro Quadratmeter und in welchen Einheiten kannst du sie kaufen?“ haben wir ein Beispiel für dich aufgestellt, mit dem du genau kalkulieren kannst, wie viel Farbe du letztendlich brauchst.

Fassadenfarbe ist in mehreren Größen erhältlich. (Bildquelle: pixabay.com / Bru-nO)

Von 2,5 Liter-Eimern bis hin zu 30 Liter-Eimern. Typische Einheiten sind vor allem 10 oder 12,5 Liter-Eimer. Dementsprechend ist es egal, ob du dein ganzes Haus oder nur einen Gebäudeteil streichen möchtest.

Vorsicht: Du solltest vor allem mit der richtigen Menge Fassadenfarbe kalkulieren, wenn du dich dazu entscheidest die Farbe abzutönen. Der Ärger ist am Ende groß, wenn die Farbe nicht ganz für den Anstrich reicht und du den Farbton nicht mehr richtig triffst.

Wie viel Farbe du letztlich für den Anstrich brauchst, kommt sowohl auf die Art der Farbe, d.h. die Deckkraft sowie auf deinen Fassadenuntergrund an. Wenn du dich für eine Farbe entscheidest, die gut deckt, hast du höchstwahrscheinlich Glück und musst dein Mauerwerk nur einmal streichen. Bei vielen Farben sind jedoch auch zwei Anstriche nötig.

Außerdem kommt es auf deine Vorarbeit an. Wenn du den Untergrund sorgfältig vorbehandelst und die richtigen Materialien verwendest, deckt deine Farbe besser. Außerdem sparst du dir einige Kosten, da eine Untergrundbehandlung preisgünstig ist und du weniger Fassadenfarbe benötigst. Im Schnitt solltest du, je nach Art der Fassadenfarbe, mit 6-10 m²/l rechnen.

Basis der Fassadenfarbe

Oben sind wir bereits auf die verschiedenen Arten von Fassadenfarbe eingegangen. Trotzdem möchten wir dir hier noch einmal aufzeigen, welche wichtigen Fassadenfarben es gibt und aus welchen Bestandteilen sie sich zusammensetzen.

Generell unterscheidet man zwischen mineralischen und organischen Fassadenfarben:

Mineralische Fassadenfarben:

  • Silikatfarbe: Silikatfarben bestehen aus Wasser, wasserglasbeständigen, anorganischen Pigmenten und mineralischen Füllstoffen, wie zum Beispiel Quarzsand. Sie sind frei von organischen Bestandteilen wie zum Beispiel Kunststoffdispersionen.
  • Dispersionssilikatfarbe: Der Begriff „Dispersion“ umschreibt bei Fassadenfarben das Bindemittel, das sich im Wasser verteilt aber nicht löst und sich damit chemisch bindet. Das bedeutet, dass bei Dispersionssilikatfarben, im Gegensatz zu Reinsilikatfarben neben Wasserglas noch 5 % organische Bestandteile wie z.B. Kunstharzdispersion als Bindemittel beigemischt werden.

Organische Fassadenfarben:

  • Dispersionsfarbe: Die wesentlichen Bestandteile von Dispersionsfarben sind Farbpigmente, Wasser und eine Emulsion von Bindemitteln.
  • Silikonharzfarbe: Das Bindemittel der Silikonharzfarbe basiert auf reinem Silicium. Hinzugefügt werden außerdem Kunststoffdispersionen und organische Lösungsmittel.

Wasserabweisende und lösemittelfreie Fassadenfarben

Je nach den oben aufgezeigten Bestandteilen, kann eine Fassadenfarbe wasserabweisend bzw. lösemittelfrei sein. Die Vorteile wasserabweisender Fassadenfarben liegen darin, dass die Fassade länger geschützt wird und sauber bleibt. Der Schmutz, der zum Beispiel durch Staub oder Pollen entsteht, wird mit dem Regenwasser abgewaschen.

Eine besonders wasserabweisende Fassadenfarbe ist die Silikonharz-Fassadenfarbe. Diese zeichnet sich durch ihren sogenannten „Lotuseffekt“ aus, durch den sie einen selbstreinigenden Charakter erhält. Lösemittelfreie Farben profitieren vor allem von einer höheren Umweltfreundlichkeit und sind auch für deine eigene Gesundheit von Vorteil.

In vielen Farben sind z.B. Biozide, die das Haus vor Schimmel- und Algenbefall schützen sollen. Diese Stoffe können allerdings zu allergischen Reaktionen führen. Dementsprechend ist es ratsam, zu einer lösemittelfreien Farbe zu greifen.

Deckkraft

Die Deckkraft spielt eine wichtige Rolle bei dem Kauf einer Fassadenfarbe. Natürlich möchtest du, dass die Farbe schon beim ersten Anstrich deckt, um Kosten und Arbeitsstunden zu sparen.

Insbesondere bei hellen Fassadenfarben solltest du auf eine gute Deckkraft achten. (Bildquelle: unsplash.com / Free-Photos)

Wenn du großen Wert auf eine hohe Deckkraft legst, solltest du dich für eine Kunstharzdispersionsfarbe entscheiden. Weniger empfehlenswert, bezogen auf die Deckkraft, wäre eine Silikonharzfarbe. Diese kann jedoch wiederum durch ihren einzigartigen „Lotuseffekt“ glänzen, für den es sich sicherlich lohnt, zweimal zur Farbrolle zu greifen.

Farbton und Glanzgrad

Die meisten Fassadenfarben werden in einem weißen Farbton zum Verkauf angeboten. Es gibt jedoch verschiedene Vollton- und Abtönfarben. Die Farbpalette reicht von einem klassischen Grau bis hin zu einem strahlenden Gelb. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Es gibt anorganische Volltonfarben, die für die mineralischen Fassadenfarben wie Silikatfarben und Dispersionssilikatfarben verwendet werden können und organische Volltonfarben. Diese sind für kunststoffgebundene Farben, wie zum Beispiel Dispersionsfarben oder Silikonharzfarben geeignet.

Neben dem Farbton spielt auch der Glanzgrad eine wichtige Rolle. Dieser reicht von seidenglänzend bis stumpfmatt.

Je höher der Glanzgrad einer Fassade ist, desto mehr Tiefe bekommt auch der Farbton.

Wenn du eine matte Fassade bevorzugst, eignet sich z.B. eine Silikonharzfarbe. Für eine glänzende Fassade solltest du jedoch eher zu einer Kunstharzdispersionsfarbe greifen. Bei der Wahl eines passenden Farbtons für deine Außenwandgestaltung sollte also auch der Glanzgrad nicht unbeachtet bleiben.

Einsatzbereich

Letztlich wird deine Kaufentscheidung vor allem von dem Untergrund deiner Fassade abhängig sein, denn nicht alle Fassadenfarben sind für jedes Grundmaterial geeignet.

Die folgende Tabelle wird dir zeigen, welche Fassadenfarbe du für welchen Untergrund nutzen solltest:

Typ Einsatzbereich
Silikatfarben Kalk- und Zementputz, Faserzement, Beton, Naturstein
Dispersionssilikatfarben Kalkputze, Leichtbeton, Ziegel, Kalksandstein, Naturstein
Dispersionsfarben Für fast jeden Untergrund geeignet, Über Gipskarton, Zementfaserplatten bis hin zu Putz
Silikonharzfarben Putz, Gips, Beton, Faserzement

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Fassadenfarbe

Wie lässt sich alte Fassadenfarbe entfernen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die alte Fassadenfarbe zu entfernen und für einen neuen Anstrich vorzubereiten.

  • Hochdruckreiniger: Eine der besten Möglichkeiten, vor allem um Farbe von großen Außenflächen zu entfernen, bietet der Hochdruckreiniger.
  • Bürsten und Spachtel: Für kleinere festsitzende Farbflecken eignet sich ein Besen mit harten Borsten oder eine Drahtbürste. Reicht dies noch immer nicht aus, solltest du einen scharfen Spachtel verwenden.
  • Schleifen: Anstelle des Spachtels eignet sich für große Flächen auch ein Betonschleifer. Dieser lohnt sich vor allem, wenn Farbreste sehr stark auf der Fassade haften. Mit dem Betonschleifer erhältst du einen gleichmäßigen Untergrund und kannst ihn in einem Fachhandel gegen eine entsprechende Gebühr ausleihen.

Was ist beim Auftragen von Fassadenfarbe zu beachten?

In dieser Anleitung haben wir versucht, dir alles wichtige zum Streichen deiner Fassade in einer Anleitung zusammenzufassen. Dieses Video kannst du dir ebenfalls anschauen, sodass du bestens für das Streichen deiner Fassade vorbereitet bist.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1 – Prüfe den Untergrund

  • Die Fassade sollte sauber und trocken sein.
  • Wische vorerst über die Außenwand.
  • Rieselt der Putz oder blättert ab? – Dann müssen diese Stellen vor dem Anstrich abgetragen und ausgebessert werden.
  • Auch lose Farbschichten, Pflanzenreste, Ablagerungen von Schmutz oder Moos solltest du vorab entfernen.

Schritt 2 – betroffene Stellen ausbessern und sensible Bereiche abkleben

  • Nutze für diese Vorarbeit am besten einen Hochdruckreiniger oder bei kleineren Stellen eine Drahtbürste.
  • Die betroffenen Stellen füllst du anschließend mit einem Dichtungsmittel (z.B. Reinacrylat) auf.
  • Bei einer stark angegriffenen Fassade ist es sinnvoll das Haus komplett zu grundieren.
  • Klebe außerdem alle Türen, Fenster und andere sensible Bereiche der Fassade (z.B. Außenleuchten, Klingel und Lüftungsklappe) mit Klebeband und Abdeckfolie ab, um diese vor Schmutz und Schäden zu bewahren.

Tipp: Eine Grundierung kann auch Farbe sparen, da diese danach viel besser deckt! Die Kosten für eine Grundierung sind günstig, einzig deine Arbeitszeit steigt dadurch um einige Stunden an.

Schritt 3 – die Fassade streichen

  • Als Erstes solltest du alle Ecken und Winkel der Fassade mit dem Pinsel streichen.
  • Für die großen Stellen kann dann eine Rolle verwendet werden.
  • Voranstrich: Für den ersten Anstrich solltest du die Fassadenfarbe mit 5 bis 15 % Wasser verdünnen. Zum besseren Schutz kannst du der Farbe außerdem ein Fungizid (Anti-Schimmelkonzentrat) oder Algizid beimischen. Solche Konzentrate beugen wirksam der Schimmel- oder Algenbildung vor. Lass den ersten Anstrich gründlich austrocknen bevor du mit dem Endanstrich beginnst
  • Endanstrich: Streiche über Kreuz. Der Endanstrich der Außenfassade erfolgt mit unverdünnter Farbe. Streiche mit der auf der Farbrolle befindliche Farbe erst längs dann quer und noch mal längs. Um die höchste Deckkraft zu erreichen solltest du die Bahnen nass in nass rollen. Lass auch den zweiten Anstrich gründlich trocknen. Je nach Ergebnis bist du nun fertig und kannst dich über deine schöne und neue Fassadengestaltung freuen.

Extra-Tipps:

  • Streiche deine Fassade nur bei geeignetem Wetter und nicht bei Sonne oder Wind, starker Beheizung oder Zugluft.
  • Zu schneller Wasserentzug beeinträchtigt den Anstrich.
  • Die Temperatur sollte mindestens 5 C° und maximal 25-30 C° betragen.

Wie lange braucht Fassadenfarbe zum Trocknen?

Um ein gutes Ergebnis zu erhalten, achte auf ausreichend lange Trocknungszeiten. Bei mineralischem Putz kann diese zwischen vier und sechs Wochen liegen. Anderer Putz auf Basis von Kunstharz oder Dispersionsputz sollte über einen Zeitraum von mindestens einer Woche aushärten.

Welche Materialien und Werkzeuge benötigst du für den Anstrich deiner Fassade?

Bevor du nun anfängst deine Fassade zu bearbeiten, überprüfe ob du alle Materialien und Werkzeuge beisammen hast. Die jeweiligen Mengen hängen dabei natürlich von deiner zu streichenden Fläche ab. Wir haben dir die wichtigsten Materialien, die du für deinen Anstrich benötigst zusammengestellt:

Verbrauchsmaterialien:

  • Fassadenfarbe
  • Grundierung
  • Putzmörtel / Mauermörtel
  • Abklebeband
  • Abdeckfolie
  • Fugenfüller
  • Fungizid / Algizi

Werkzeuge:

  • Hochdruckreiniger
  • Bürste
  • Hammer / Meißel
  • Handschuhe
  • Spachtel
  • Farbrolle
  • Eimer
  • Quirl / Rührstab
  • Farbspritzpistole (optional)

Wie lange ist Fassadenfarbe haltbar und woran erkennst du, ob die Farbe bereits schlecht ist?

Nur in manchen Fällen geben die Hersteller dir Informationen über die Haltbarkeit deiner Fassadenfarbe und wenn, dann bezieht sich das Datum meist auf den ungeöffneten Zustand.

Die meisten Hersteller geben eine Haltbarkeit von 2 Jahren für ihre Fassadenfarben an. Jedoch halten sich die meisten Farben ungeöffnet sogar 5 bis 10 Jahre. (Bildquelle: unsplash.com / stux)

Generell lässt sich sagen, dass Farbe in der Regel bedeutend länger hält als angegeben. Auch wenn die Bestandteile wie Pigmente und Füllstoffen abgesunken sind, lassen sie sich relativ einfach wieder aufrühren.

Woran erkennst du, ob Fassadenfarbe verdorben ist?

  • Befindet sich lediglich eine dünne, flüssige Schicht auf der eigentlichen Farbe, ohne dass eine Schimmelbildung zu erkennen ist? – Du kannst die Farbe ohne weitere Bedenken aufrühren.
  • Sind kleinere, eingetrocknete Risse an den Wänden des Farbeimers zu erkennen? – Nicht weiter schlimm. Achte nur darauf diese nicht mit in die Farbe einzurühren, sondern vorher zu entfernen.
  • Weist die Farbe jedoch einen üblen Geruch auf? – Ab mit der Farbe in den Sondermüll!

Welche Fassadenfarben sind umweltfreundlich?

Generell lässt sich sagen, dass mineralische Fassadenfarben eine höhere Umweltfreundlichkeit aufweisen, da sie keine Dispersionen wie z.B. Kunststoffe enthalten. Auch auf Stabilisatoren wie Biozide wird verzichtet, die zudem zu allergischen Reaktionen führen können.

Wenn du dich dennoch für eine Dispersionsfarbe entscheidest, dir die Umwelt aber sehr am Herzen liegt bietet die Naturharzdispersionsfarbe eine gute Alternative.

Diese weist generell die gleichen Vorteile auf wie die Kunstharzdispersionsfarbe, ist aber durch den Mangel an Lösemitteln und giftigen Stoffen sehr umweltverträglich. Ihre Herstellung erfolgt zudem nachhaltig, wodurch Erdöl-Ressourcen geschont werden.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.farbeundlack.de/Wissenschaft-Technik/Anwendungsbereiche/Bautenfarben/Fassadenfarbe-verhindert-Aufheizen-der-Fassade

[2] https://www.berlin.de/special/immobilien-und-wohnen/hausbau/2029157-744386-fassadenfarbe-wie-sie-wirken-welche-pass.html

[3] http://wissen.malerblatt.de/fassadenfarben/grundlagen/208-spektrum-der-fassadenfarben.html?showall=1

Bildquelle: Qusai Akoud / unsplash.com

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