Flachdübelfräse
Zuletzt aktualisiert: 22. Januar 2021

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Flachdübelfräsen werden in der Holzverarbeitung, besonders im Möbelbau verwendet. Mithilfe von Flachdübel können Verbindungen optisch einwandfrei erstellt werden, da keine Schrauben verwendet werden. Dabei sind sie sowohl in Heimwerker Kellern zu finden als auch in jedem Profibetrieb. Flachdübelfräsen werden auch Lamello- oder Nutfräsen genannt, gemeint ist immer die gleiche Art von Werkzeug. Eine Besonderheit unter den Flachdübelfräsen sind die Oberfräsen, die neben der Erstellung von Nuten weitere nützliche Anwendungsbereiche haben.

Mit unserem Flachdübelfräsen Test 2021 wollen wir dich dabei unterstützen die für dich passende Flachdübelfräse zu finden. Wir haben die unterschiedlichsten Modelle miteinander verglichen und die wichtigsten Kaufkriterien für dich herausgefunden. Indem du die wesentlichen Aspekte nachlesen kannst, möchten wir dich in deiner Kaufentscheidung unterstützen.




Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einer Flachdübelfräse kannst du Nuten in Holz fräsen, um sie mithilfe von Flachdübeln zu verbinden. So können unterschiedlichste Möbelstücke gebaut werden.
  • Optisch bietet es den Vorteil, dass weder Schrauben noch Nägel zu sehen sind. Da die Flachdübel im Holz verschwinden, liegen die zu verbindenden Holzteile aufeinander, ohne das verbindende Element zu sehen.
  • Wenn du dir eine Flachdübelfräse kaufen möchtest, solltest du vor Allem auf die Qualität achten. Präzises und sauberes Arbeiten ist für Flachdübelverbindungen grundlegend.

Flachdübelfräsen Vergleich: Bewertungen und Empfehlungen

Es gibt viele Flachdübelfräsen auf dem Markt. Um dir deine Entscheidung zu vereinfachen haben wir dir hier die besten Flachdübelfräsen in unterschiedlichen Kategorien zusammengestellt.

Die beste Flachdübelfräse für Einsteiger


Letzte Preis-Updates: Amazon.de (07.05.21, 11:47 Uhr), Sonstige Shops (17.04.21, 04:22 Uhr)

Die Einhell Flachdübelfräse TC-BJ 900 besticht besonders durch den geringen Preis, der gerade für Einsteiger attraktiv ist. Es handelt sich um eine Flachdübelfräse im unteren Preissegment, die unsere empfohlene Leistung von mindestens 600 Watt mit 860 Watt sogar übertrifft.

Sie hat eine dreistufig verstellbare Frästiefe und die Höhen- und Winkeleinstellung erfolgt stufenlos. Mit dem Gewicht von 3,25 kg ist sie im Durchschnitt anzutreffen. Neben einem Staubfangsack wird ein Staubsaugeradapter mitgeliefert. Zudem sind ein Stirnlochschlüssel und ein Aufbewahrungskoffer im Lieferumfang enthalten.

Bewertung der Redaktion: Die Flachdübelfräse von Einhell besticht vor allem durch ihren niedrigen Preis. Wenn du dich erst einmal an dem Fräsen von Nuten ausprobieren willst, ist dieses Einsteigermodell zu empfehlen.

Die beste Allround Fräse unter den Flachdübelfräsen


Letzte Preis-Updates: Amazon.de (12.05.21, 18:06 Uhr), Sonstige Shops (17.04.21, 04:22 Uhr)

Die Makita RT0700CX2J ist nicht nur eine Flachdübelfräse, sondern eine Oberfräse und bietet dadurch viele Einsatzmöglichkeiten. Sie ist individuell einstellbar und besteht aus einem stabilen Aluminiumgehäuse. Neben Holz kann sie auch Kunststoffe und ähnliche Materialien bearbeiten.

Bei einer Leistungsaufnahme von 710 Watt hat sie eine Leerlaufdrehzahl von 10.000 bis 30.000 Umdrehungen pro Minute, welche über ein Stellrad geregelt werden kann.

Bewertung der Redaktion: Die Oberfräse von Makita solltest du dann wählen, wenn du bereits etwas geübter im Umgang mit der Holzverarbeitung bist. Ein klarer Vorteil sind die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der Oberfräse.

Die beste Flachdübelfräse für hochwertiges Heimwerken


Letzte Preis-Updates: Amazon.de (12.05.21, 18:06 Uhr), Sonstige Shops (17.04.21, 04:22 Uhr)

Die Qualität der Lamello 101600DSOM spiegelt sich zwar in ihrem Preis wider, dafür sind 19 verschiedene Anwendung mit ihr möglich. Sie hat einen multifunktionalen Anschlagwinkel und dank einer präzise bearbeiteten Führung und Anschlagsfläche eine perfekte Passgenauigkeit der Werkstücke.

Der Motor hat eine Leistung von 780 Watt und eine Leerlaufdrehzahl von 10.000 Umdrehungen pro Minute. Mit einem Gewicht von 3,1 kg liegt sie noch im Durchschnitt. Die maximale Frästiefe beträgt 20 mm.

Bewertung der Redaktion: Die Qualität der Lamello 101600DSOM ist das Profigerät unter den Heimwerker Modellen. Wenn du die Absicht hast häufig mit der Flachdübelfräse zu arbeiten und etwas tiefer in die Tasche greifen möchtest, sollte die Lamello 101600DSOM deine erste Wahl sein.

Die beste leichteste Flachdübelfräse

Mit nur 1,4 kg mag die Wolfcraft 2920000 wohl die leichteste Flachdübelfräse auf dem Markt sein. Sie wird mit einem Winkelschleifer mit M14 Spindelgewebe verwendet und kann ebenso für Schattenfugen genutzt werden.

Die Frästiefe lässt sich je nach Brettstärke einstellen und für Flachdübel der Größen 0, 10 und 20 geeignet. Für die Winkelgrößen 45° und 90° ist ein Anschlagswinkel vorhanden. Der einfache Staubfangbeutel ermöglicht sauberes Arbeiten.

Bewertung der Redaktion: Die Wolfcraft 2920000 ist das richtige Gerät für dich, wenn du bereits einen Winkelschleifer besitzt und mit einem besonders leichten Aufsatz arbeiten möchtest.

Der beste Flachdübelfräse im Preis-Leistungs-Vergleich


Letzte Preis-Updates: Amazon.de (12.05.21, 18:27 Uhr), Sonstige Shops (17.04.21, 04:22 Uhr)

Die Makita PJ7000J Nutfräse 701 W ist unser Preis-Leistungs-Sieger. Der Preis liegt im mittleren Segment und bietet trotzdem gewohnte Makita Qualität. Neben Nuten für Flachdübel eignet sie sich auch zum Sägen von Schattenfugen.

Der Schwenkanschlag kann stufenlos zwischen 0° bis 90° eingestellt werden. Zur einfacheren Handhabung befinden sich Rastungen bei 0°, 45° und 90°. Sie hat eine Leistungsaufnahme von 701 Watt und eine Leerlaufdrehzahl von 11.000 Umdrehungen pro Minute. Die maximale Frästiefe liegt bei 20 mm. Im Lieferumfang sind ein Winkelanschlag, Staubsack, Stirnlochschüssel und ein Aufbewahrungskoffer enthalten.

Bewertung der Redaktion: Mit dem Preis-Leistungs-Sieger liegt man gerade zu Beginn nicht verkehrt. Die Makita PJ7000J bietet eine gute Qualität und hat alle nötigen Einstellungsmöglichkeiten, die es für sauberes Arbeiten benötigt.

Die beste Flachdübelfräse mit hoher Präsizion

Für präzise Arbeiten bietet sich die DeWalt DW682K an. Durch die Zahnstangenführung ist eine exakte, vertikale Justierung und des Parallelanschlags garantiert. Ebenso erhöht die versenkbare Anti-Rutsch Vorrichtung, die achtfache Anrissmarkierung und der Anschlag mit Sichtfenster die Präzision.

Die DeWalt DW682K hat einstellbare Fixrasten für die Flachdübel der Größen 0, 10 und 20. Hohe Genauigkeit erhältst du durch die Feinjustierung der maximalen Frästiefe. Sie hat eine Laufleistung von 600 Watt und die Leerlaufdrehzahl beträgt 10.000 Umdrehungen pro Minute. Ein Nachteil ist das Gewicht von 4,34 kg.  Im Lieferumfang sind ein Absaugadapter, ein Staubsack, ein 4 mm HM-Nutfräser, ein Aufbewahrungskoffer und Montagewerkzeug enthalten.

Bewertung der Redaktion: Wenn du ein Modell im durchschnittlichen Preissegment suchst und dir genaues Arbeiten besonders wichtig ist, bietet sich die DeWalt DW682K an.

Flachdübelfräse: Kauf- und Bewertungskriterien

In diesem Abschnitt möchten wir dir zeigen, auf welche Kriterien du achten solltest, um die für dich passende Flachdübelfräse zu finden.

Die Anforderungen an eine Flachdübelfräse, die du dir einmal genauer ansehen solltest, sind:

Frästiefe

Die Frästiefe beschreibt die Tiefe der Nut, die durch die Fräse in das Holz gearbeitet wird. Anders ausgedrückt, wie Tief im Anschluss der Flachdübel in das Holz gesteckt werden kann. Durch die Frästiefe erhält die Verbindung ihre Stabilität, denn die Verbindung wird nicht durch Schrauben oder Nägel befestigt. Je tiefer die Frästiefe und größer der Flachdübel, desto standhafter ist die Verbindung.

Häufig werden die minimale und die maximale Frästiefe in Millimeter angegeben und kann je nach Gerät stufenlos oder in vorgegebenen Stufen eingestellt werden. Viele Geräte bieten die eine Frästiefe zwischen 14 und 20 mm. Bei der Auswahl der optimalen Frästiefe muss immer die Stärke der zu bearbeitenden Materials beachtet werden, damit das Holz keinen Schaden davon trägt. Genaues Arbeiten ist hier das A&O.

Lege die Bretter am besten an den Kanten, an der sie später verbunden werden, aufeinander. Danach misst du die Stärke deiner Bretter und schiebst das obere um dieses Maß zurück. Befestige sie mit zwei Schraubzwingen. So stellst du sicher, dass du jeweils die gleiche Stelle mit deiner Flachdübelfräse triffst.

Die Frästiefe hängt maßgeblich von der Größe des Flachdübels ab. Die kleinste Größe ist H9 mit 12 mm Breite, 0 mit 15 mm Breite, eine Breite von 19 mm hat die Größe 10, bei der Größe 20 beträgt die Breite 23 mm und der größte Flachdübel S6 hat eine Breite von 30 mm.

Die optimale Frästiefe berechnet sich aus der Breite des Flachdübels. Auf die Breite wird 1 mm hinzugerechnet und im Anschluss durch zwei geteilt. Dies macht beispielsweise der Flachdübelgröße 0 eine Frästiefe von 8 mm (15 + 1=16; 16 : 2=8).

Winkel / Schwenkanschlag

Ein verstellbarer Schwenkanschlag ist dann nötig, wenn die Bauteile in einem Winkel aneinander befestigt werden sollen, wie beispielsweise bei den Ecken von einem Bilderrahmen.

Die möglichen Winkeleinstellungen beziehungsweise der Schwenkanschlag liegen bei einer Flachdübelfräse zwischen 0 und 90 Grad. Häufig gibt es neben einer stufenlosen Einstellung einen Einrastwinkel bei 45°.

Leistungsaufnahme

Zum einen ermöglicht eine höhere Leistungsaufnahme ein einfacheres Arbeiten, zum anderen ist die Härte des Holzes entscheidend.

Die Leistungsaufnahmen wird in Watt angegeben und viele Geräte liegen zwischen 400 und 900 Watt. Für den Heimbedarf empfiehlt sich eine minimale Leistung ab 600 Watt. Im Profibereich kann die Leistung weit über 2.000 Watt liegen. Zu Bedenken ist, dass bei höherer Wattzahl auch mehr Strom verbraucht wird und das Gewicht zunimmt.

Leerlaufdrehzahl

Unter der Leerlaufdrehzahl versteht man die Schnelligkeit, mit der sich das Fräsblatt dreht. Je höher die Umdrehungen pro Minuten sind, desto präziser wird die Nut gefräst.

Eine Flachdübelfräse sollte mindestens 5.000 Umdrehungen pro Minute aufweisen, damit das Holz sauber bearbeitet werden kann. Bei zu geringen Umdrehungen können unsaubere Rändern entstehen. Diese können zu Verletzungen führen oder bieten im Anschluss den Flachdübeln nicht genügend Platz.

Je schneller sich das Fräsblatt dreht, desto schneller kann gearbeitet werden. Hierfür bieten sich Geräte mit 11.000 bis 15.000 Umdrehungen pro Minute an. Je schneller einer Fräse arbeitet, desto lauter ist sie leider auch. Dem kann mit dem optimalen Hörschutz allerdings entgegengewirkt werden.

Gewicht

Das Gewicht kann einen Einfluss auf die Handhabung der Flachdübelfräse haben.

Trotz geeignetem Gewicht kann dich eine Flachdübelfräse beim Arbeiten behindern, wenn sie keine passende Ergonomie besitzt.

Gerade wenn sie häufiger damit arbeiten möchten, sollte der Aspekt bedacht werden. Ist dein Gerät zu schwer wirst du schnell merken, dass du nicht lange damit arbeiten kannst.

Das Gewicht sollte immer im Zusammenhang mit der Größe und der Ergonomie betrachtet werden. Denn ein höheres Gewicht heißt nicht, dass die Flachdübelfräse dadurch schlechter in der Hand liegt. Nichtsdestotrotz, je höher das Gewicht, desto schwerer wird vor Allem längeres Arbeiten.

Leichte Fräsen haben ein Gewicht von circa 2 kg und ermöglichen vermutlich ein längeres Arbeiten.

Es gibt einzelne Geräte,die ein Gewicht von über 5 kg haben. Die meisten liegen jedoch im Bereich zwischen 2 und 3,5 kg.

Zubehör

Ein Staubfangsack ist bei vielen Flachdübelfräsen vorhanden. Dadurch wird ein sauberes Arbeiten ermöglicht und im Nachhinein muss auch das Gerät nicht gesäubert werden. Bei manchen Geräten kann sogar ein Anschluss für Nass-/Trockenstaubsauger vorhanden sein.

Gerade wenn du in Räumen arbeitest, solltest du auf einen Staubfangsack oder einen Saugeranschluss achten.

Für einen sicheren Transport bieten sich Aufbewahrungskoffer an. Gleichzeitig kannst du deine Fräse und dich damit optimal schützen. Die Flachdübelfräse wird nicht schmutzig und du greifst nicht ungewollt in das Fräsblatt. Des Weiteren kann damit sowohl die Fräse als auch das Zubehör ordentlich verstaut werden.

Flachdübelfräsen: Häufig gestellte Fragen und Antworten

In diesem Abschnitt nehmen wir die wichtigsten Fragen zum Thema Flachdübelfräse einmal genauer unter die Lupe. Wir haben die Fragen für dich recherchiert und möchten sie in aller Kürze beantworten. Wenn du am Ende unseres Ratgebers bist, verfügst du über das nötige Hintergrundwissen bei den essenziellen Aspekten der Flachdübelfräse.

Was ist eine Flachdübelfräse?

Eine Flachdübelfräse findet ihren Einsatz vor allem in der Holzverarbeitung. Mithilfe der Fräse lassen sich Verbindung ohne Schrauben oder Nägel verbinden, was vor allem einen optisch einen großen Vorteil bietet.

Eine Flachdübelfräse ist ein Gerät, dass vor allem beim Bau von Möbeln nützlich ist. Mit ihr können Steckverbindungen gefräst werden. (Bildquelle: Jana Sabeth / unsplash)

Dort, wo die Bretter aufeinander stoßen, wird mittels einer Flachdübelfräse eine Nut in das Holz gesägt.

Mit einer Flachdübelfräse kannst du die schönsten Verbindungen schaffen.

In diesem Einschnitt findet anschließend ein Flachdübel seinen Platz und verbindet die zwei Bretter miteinander. Häufig wird zur Unterstützung der Festigkeit Leim verwendet. Der wird vor dem Flachdübel in die Nut hineingespritzt.

Die Flachdübelfräse wird auch Nutfräse oder Lamellofräse genannt. Letztere ist auf den Erfinder zurückzuführen und ist eine besonders gängige Bezeichnung. Rein optisch ist die Flachdübelfräse einem Winkelschleifer sehr ähnlich, da beide Geräte ein Winkelgetriebe verbaut haben.

Wofür eignet sich eine Flachdübelfräse?

Eine Flachdübelfräse wird in der Regel beim Arbeiten mit Holz verwendet. Sie ermöglichen eine “unsichtbare” Verbindung zwischen den einzelnen Elementen.

Wenn die einzelnen Elemente mit Flachdübeln verbunden werden, hat man keine Probleme mit Schrauben oder Nägeln. Besonders optisch machen solche Verbindungen einiges her. (Bildquelle: Tessa Wilson / unsplash)

Besonders häufig werden Flachdübel beim Möbelbau verwendet. Hier bieten sie gegenüber einfachen, runden Holzdübeln mehr Stabilität. Sie weisen eine größere Fläche auf und können mit mehr Leim bestrichen werden.

Manche Geräte können neben Nuten für Flachdübel auch Schattenfugen fräsen. Diese sind bei Boden- und Deckenbelegen aus Holz nötig, um eine Fuge zwischen die Holzpaneele und die Wand zu fräsen. Dadurch wird dem Holz der nötige Platz gegeben, wenn es sich aufgrund der Luftfeuchtigkeit ausdehnt.

Welche Arten von Flachdübelfräsen gibt es?

Die Unterscheidung der verschiedenen Arten einer Flachdübefräse wird nicht aufgrund der Beschaffenheit getroffen, sondern anhand der Möglichkeit unterschiedliche Arten von Nuten zu fräsen. Daraus ergibt sich die folgende Unterteilung:

Art Anwendungsgebiet
einfache Flachdübelfräse lediglich Nuten für Flachdübel
erweiterte Flachdübelfräse können neben Nuten bsplw. auch Schattenfugen fräsen
Oberfräse ähnelt eher einer Bohrmaschine und hat ein weites Anwendungsgebiet

Die Flachdübelfräsen, die lediglich für Flachdübelnuten geeignet sind, wurden in den obigen Absätzen beschrieben und bilden den Kern dieses Artikels. Auf Flachdübelfräsen, die beispielsweise auch Schattenfugen freilegen können sind wir in der vorherigen Frage bereits eingegangen.

Eine sogenannte Oberfräse kann als Profigerät unter den Fräsen bezeichnet werden und ist extrem breit einsetzbar. Neben Nuten können mit einer Oberfräse auch Dübellöcher einfräsen, Kanten bearbeiten oder Verzierungen ermöglicht werden. Darüber hinaus können erfahrene Nutzer damit Freihand sägen.

Was kostet eine Flachdübelfräse?

Die Preise von Flachdübelfräsen starten im mittleren zweistelligen Bereich und gehen bis in den vierstelligen Bereich hinein. Er richtet sich nicht nur nach dem Hersteller, sondern beispielsweise auch nach der Höhe der Leistung. Leider gibt es auch enorme Qualitätsunterschiede, weswegen wir Maschinen unter 100 Euro nur für wirkliche Anfänger empfehlen können.

Typ Preis
Einsteigermodell unter 100 Euro
Mittelklassemodell ab 100 Euro
Profimodell ab 500 Euro

Wenn du zunächst erst einmal ausprobieren möchtest, ob eine Flachdübelfräse das richtige Werkzeug für deine Arbeit ist, bieten sich Einsteigermodelle unter 100 Euro an. Diese sind meist einfacher verarbeitet und unter Umständen nicht so gut ausgestattet.

Wenn du weißt, dass du in Zukunft häufiger mit der Flachdübelfräse arbeiten möchtest, empfehlen wir dir mittelpreisige Modelle. Diese bieten alles, was für den Heimwerkerbedarf vonnöten ist und haben ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Profigeräte, die für Tischlereien verwendet werden, kosten häufig über 1000 Euro. Häufig können solchen Geräte mehr als nur Nuten fräsen.

Wo kann ich eine Flachdübelfräse kaufen?

Eine erste Anlaufstelle für Flachdübelfräsen sind sicherlich Bau- und Heimwerkermärkte. Auch in ihrer Region werden sie einen der unten aufgeführten Märkte finden. Viele Bau- und Heimwerkermärkte haben zudem einen Online-Shop über den Sie ihre Flachdübelfräse schnell und einfach bestellen können. Hier wirst du sicher fündig werden:

  • Obi.de
  • Hornbach.de
  • Bauhaus.de
  • Hagebaumarkt.de
  • toom.de
  • Globus.de
  • amazon.de

Im Internet können verschiedene Angebote über Preisvergleichsseiten zurate gezogen werden und auf bekannte Plattformen wie Amazon oder ebay zurückgegriffen werden. Zudem kannst du im Internet nach gebrauchten Flachdübelfräsen suchen und so ein preiswerteres Modell bekommen.

Welche Alternativen gibt es zu einer Flachdübelfräse?

Die folgenden Alternativen für eine Flachdübelfräse bieten sich besonders dann an, wenn bereits andere Geräte in deinem Besitz sind. Ebenso könnte gerade im Hobbybereich ein erster Kontakt mit Fräsarbeiten hier rüber erfolgen.

Alternative Beschreibung
Mauernutfräse Diese Fräse ist für harte Materialien wie beispielsweise Beton oder Stein. Bei sehr harten Holzarten kann diese Fräse als Alternative verwendet werden.
Bohrschablone Hat man eine Bohrmaschine zur Hand, so kann mithilfe einer Schablone eine Nut gebohrt werden. Hier wird folglich nicht gefräst, sondern gebohrt. Kann jedoch eine günstige Option sein, wenn du eine Bohrmaschine besitzt.
Winkelschleifer Besitzt du einen Winkelschleifer kannst du mithilfe von Aufsätzen Nuten fräsen. Solche Aufsätze sind in einem viel niedrigeren Preissegment zu finden als eine Flachdübelfräse.

Die aufgeführten Alternativen sind besonders für die ersten Arbeiten eine Überlegung wert. Bereits vorhandene Geräte mit preiswerten Zukäufen zu erweitern, ist immer ein guter Einstieg, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Bei häufigerem Benutzen von Flachdübelverbindungen wirst du sicher schnell auf eine Flachdübelfräse zurückgreifen und deren Vorteile genießen.

Wie funktioniert eine Flachdübelfräse?

Die Funktion einer Flachdübelfräse ist recht simpel. Der Motor betreibt über ein Winkelgetriebe das Fräsblatt an, welches sich in das Holz fräst. In die entstandene längliche Vertiefung kann im Anschluss der Flachdübel gesteckt werden. Das zu verbindende Stück Holz erhält an der entsprechenden Stelle eine Nut und kann auf den freiliegenden Teil des Flachdübels montiert werden. Zur höheren Stabilität kann vorher Leim in die Nuten gespritzt werden.

Die Funktion einer Flachdübelfräse ist bei jedem Modell gleich. Außer du besitzt bereits eine Oberfräse und möchtest diese für deine Arbeit nutzen. Eine Oberfräse funktioniert eher wie eine Bohrmaschine. Du erreichst damit aber dasselbe Ergebnis und kannst deinen Flachdübel in die entstandene Nut stecken.

Wie wende ich eine Flachdübelfräse an?

Bevor du mit einer Flachdübelfräse arbeitest, solltest du Sicherheitsvorkehrungen ergreifen. Besonders bei lauteren Geräten solltest du einen Hörschutz verwenden. Um dich vor Staub und Schmutz zu schützen setzt du am besten eine Schutzbrille auf. Stell sicher, dass du einen festen Stand hast und weder du noch dein Material während der Arbeit verrutscht.

Bei der Arbeit mit Holz entsteht immer Staub. Achten Sie auf einen guten Schutz ihrer Augen. (Bildquelle: Free-Photos / pixabay)

Die folgenden Schritte kannst du bei deiner Arbeit mit jeder Flachdübelfräse beachten, egal für welche du dich entscheidest.

  1. Inbetriebnahmen: Schalte deine Flachdübelfräse erst dann ein, wenn du auch fräsen willst. Lasse sie niemals im Leerlauf eingeschaltet
  2. Fixierung: Fixiere das zu bearbeitende Stück Holz fest an deinem Arbeitsplatz.
  3. Markierung: Zeichne mit einem Bleistift die Stellen an, wo die Nuten liegen sollen. Dabei nimmst du nicht die Seite, in die die Fräse eindringt, sondern die anliegende Seite. An deiner Flachdübelfräse gibt es entsprechende Markierungen, um die richtige Stelle zu treffen.
  4. Justierung: Stelle deine Flachdübelfrese so ein, dass sie die passende Nut zu deinen Flachdübeln in das Holz fräst. Wie genau du sie einstellst, erfährst du im nächsten Absatz.
  5. Frästiefe: Du kannst deine Nut ruhig ein zwei Millimeter tiefer fräsen, so haben der Dübel und der Leim genügend Platz.
  6. Druck ausüben: Nachdem du deine Holzteile miteinander verbunden hast, übe beispielsweise mit Zwingen Druck auf die Verbindung aus. Durch den Leim quellen die Flachdübel etwas auf und sie benötigen eine gewisse Zeit um auszuhärten.

Nachdem alles ausgehärtet ist kannst du die Schraubzwingen lösen. Fachmännisch wird das Aushärten übrigens als abgebunden beschrieben. Wenn du mit allen Schritten fertig bist, kannst du dein neues Projekt begutachten.

Wie stelle ich eine Flachdübelfräse richtig ein?

Je nachdem in welchem Winkel die Holzteile verbunden werden sollen, muss der Winkel an der Flachdübelfräse eingestellt werden. Die häufigsten Einstellungen sind 90 oder 45°. Hier nutzt du einen Zusatzanschlag, der in der Regel bei jeder Flachdübelfräse vorhanden ist. Der Zusatzanschlag wird vorne an die Fräse angebracht und in der Höhe so eingestellt, dass die Stärke des Holzes das gleiche Maß hat. Jetzt kann die Flachdübelfräse auf die Gehrung gesetzt werden und du kannst deine Nut fräsen.

Die Frästiefe kann durch eine Stellschraube an dem Gerät verstellt werden. Hier musst du sehr genau arbeiten, damit dein Flachdübel im Anschluss nicht zu weit in deine Nut hineinrutscht. Möchtest du zu deinen Flachdübeln zusätzlich mit Leim arbeiten, solltest du deine Nut minimal tiefer fräsen.

Fazit

Eine Flachdübelfräse ist eine tolle Investition, wenn du zu Hause häufig mit Holzverbindungen arbeitest. Wenn weder Schrauben noch Nägel zu sehen sein sollen, dann wirst du dir am besten eine Flachdübelfräse zulegen. Erste Versuche kannst du mit den aufgeführten Alternativen sicher gut umsetzen, auf Dauer wird dir eine Flachdübelfräse einige Vorteile liefern.

Welches Modell und der dazugehörige Preis für dich die richtige Variante ist, ist eine sehr individuelle Entscheidung und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wie häufig wirst du die Flachdübelfräse nutzen? Hast du ein Budget, dass du einhalten musst? Bist du ein blutiger Anfänger oder würdest du dich als Profi bezeichnen? Worauf es ankommt, weißt du jetzt also starte am besten direkt mit dem Kauf deiner Flachdübelfräse.

Titelbild: Srichanchom/ 123rf.com

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