Willkommen bei unserem großen Kinderautositz Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Kindersitze. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Kinderautositz zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Kinderautositz kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kindersitze dienen der Sicherung des Kindes beim Mitfahren in einem Auto. Um die maximale Sicherheit zu bieten muss der Sitz an Größe und Gewicht des Kindes angepasst werden.
  • Kinder bis 12 Jahre oder bis zu einer Größe von 150 Zentimetern müssen mit einem Kindersitz im Wagen gesichert werden.
  • Der Kindersitz muss entweder der aktuellsten Sicherheitsnorm der ECE-R 44 oder der ECE-R 129 entsprechen.

Kinderautositz Test: Das Ranking

Platz 1: Cybex Gold Sirona M2 i-Size mit Base M

Bei diesem Kinderautositz handelt es sich um einen stabilen Reboarder für Kinder bis zu 105 Zentimetern Körpergröße. Der integrierte Aufprallschutz auf der Seite und die energieabsorbierende Schale bieten laut Verkäufer einen sehr guten Schutz des Kindes.

Der Sitz verfügt außerdem über das Isofix-System und ist dadurch praktisch anzuwenden. Der Reboarder kann ab dem 16. Monat auch optional nach vorne gerichtet werden. Weiteres gibt es für diesen Kindersitz Unmengen an Zubehör, welches die Autofahrt noch bequemer gestaltet.

Platz 2: Maxi Cosi Pebble

Die Maxi Cosi Pebble Babyschale verfügt über die einfache Installationsart des Isofix-Systems. Sie bietet laut Verkäufer eine bequeme Sitzposition, da mehrere Elemente, wie zum Beispiel der Kopfpolster, verstellbar sind.

Außerdem besitzt diese Babyschale die TÜV-Zulassung für die Verwendung im Flugzeug. Die Sitzbezüge sind abnehmbar und waschbar. Des Weiteren ist das Hosenträgergurtsystem leicht und schnell zu bedienen.

Platz 3: Britax Römer Evolva 123

Der Britax Römer Evolva 123 ist ein sogenannter „mitwachsender“ Kinderautositz. Der Fünfpunktgurt und die Schulterpolster der hohen Rückenlehne schützen das Kind optimal. Der Autokindersitz passt laut Verkäufer in die meisten Autos, da er mit dem Dreipunktgurt befestigt wird.

Der Kindersitz kann auch in eine bequeme Ruheposition gebracht werden und bietet dadurch auch bei längeren Fahrten viel Komfort. Der Sitz verfügt auch über einen Getränke- und Snackhalter in Reichweite des Kindes.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Kinderautositz kaufst

Wann brauche ich einen Kindersitz?

Der Kindersitz ist vor allem dazu da, dein Kind im Falle eines Unfalles zu schützen. Er erhöht die Sicherheit des Transportes von Kindern. Daher ist es auch sehr wichtig, dass der Kindersitz zu deinem Kind passt.

Um dein Kind im Auto mitzunehmen und sicher zu transportieren, wird ein Kindersitz benötigt. (Bildquelle: Unsplash.com / Sharon Mccutcheon)

Es ist Pflicht, Kinder bis 12 Jahren beziehungsweise bis 150 Zentimetern Körpergröße mit einem Kindersitz zu sichern.

Es gibt verschiedene Arten von Kindersitzen, die perfekt für dein Kind passen können. Dabei musst du vor hauptsächlich Größe und Gewicht des Kindes berücksichtigen.

Welche Kindersitzgruppen gibt es und für wen sind diese geeignet?

In der ECE-Regelung Nr. 44 gibt es verschiedene Gruppen, in denen die einzelnen Kindersitze eingeteilt werden können. In der folgenden Tabelle erhältst du eine kleine Übersicht über die Gruppen und für welche Kinder diese geeignet sind.

Kindersitzgruppe Gewicht Größe Alter
Gruppe 0 bis 10 kg bis 75 cm 0-5 M
Gruppe 0+ bis 13 kg bis 75 cm 0 – 15 M
Gruppe I 9 – 18 kg 75 – 100 cm 1 – 4 J
Gruppe II 15 – 25 kg 100 – 125 cm 4 – 7 J
Gruppe III 22 – 36 kg 75 – 150 cm 6 – 12 J

Um ein Baby im Auto zu transportieren sind Babyschalen der Gruppe 0 oder 0+ zu empfehlen. Diese können von Geburt an bis zu einem Gewicht von 10 beziehungsweise 13 Kilogramm verwendet werden.

Kindersitze für Kleinkinder gehören der ECE-Gruppe I an. In dieser Gruppe gibt es verschiedenste Arten von Kindersitzen. Es gibt Kindersitze mit Hosenträgersystem, Reboard System, Fangkörpersystem, Dreipunktsystem und Isofix-System.

Kindersitz Test 2019: Die besten Kindersitze im Vergleich

ECE-Gruppe II ist für Kinder von 15 bis 25 Kilogramm und zirka von 3 – 7 Jahren geeignet. Die Gruppe III passt für Kinder von 22 – 36 Kilogramm Körpergewicht und ab 6 Jahren. Für diese beiden Gruppen gibt es Sitzerhöhungen mit Rückenlehne oder „mitwachsende“ Kindersitze. Hersteller bieten auch an, Kindersitze in neuen Autos zu integrieren.

Es ist jedoch wichtig, dass der Kindersitz zu deinem Kind passt und nicht zur Norm, da diese sich individuell entwickeln. Die Gruppen sind daher hauptsächlich als Richtwert gedacht und deshalb solltest du den Kindersitz auch immer mit dem Kind ausprobieren.

Seit einigen Jahren gibt es die i-Size Norm (ECE R 129), die sich nicht nach Körpergewicht oder Alter des Kindes richtet, sondern nach Körpergröße des Kindes. Hier sind die Sitze in mehrere Klassen unterteilt.

I-Size Gruppe Körpergröße
Klasse Q 0 bis 59 cm
Klasse Q 1 60 – 74 cm
Klasse Q 1,5 75 – 86 cm
Klasse Q 3 87 – 104 cm
Klasse Q 6 105 – 125 cm
Klasse Q 10 ab 125 cm

Diese Sicherheitsverordnung bestimmt auch, dass Babys bis 15 Monate entgegen der Fahrtrichtung transportiert werden müssen. I-Size fördert auch die Anwendung von Isofix-Systemen. Durch die genaue Anleitung und einfache Installation sollen Fehlanwendungen minimiert werden. Diese Regelung soll auch einem zu frühen Wechsel auf die nächste Kindersitzgruppe entgegenwirken.

In Deutschland gelten noch beide Regelungen parallel, so muss der Kindersitz der aktuellsten Prüfnorm der ECE-R 44 oder der ECE-R 129 (i-Size) entsprechen. Jedoch wird die ECE-R 129 die ältere ECE-R 44 in einigen Jahren ablösen.

Wenn du die Kindersitzpflicht mißachtest, kannst du mit Geldstrafen rechnen, denn du bist als Fahrzeugführer dafür verantwortlich, die mitgenommenen Kinder richtig im Auto zu sichern.

Was kostet ein Kinderautositz?

Die Preise sind sehr unterschiedlich und hängen von Art und Qualität des Kinderautositzes ab. Die Spanne von Normalverbraucher-Produkten kann zwischen 15 und 600 Euro liegen.

Wie viel du für deinen Kindersitz ausgibst hängt auch davon ab, welchen Kindersitz du benötigst und welche Funktionen oder Zusätze dieser bietet. Beim Kauf eines Kindersitzes solltest du sehr auf eine hohe Qualität achten. Hochwertige Kindersitze kosten dementsprechend viel, jedoch solltest du bei der Sicherheit deines Kindes nicht sparen.

Kindersitzart Preis
Babyschale 80 € – 400 €
Kindersitz 250 € – 600 €
Sitzerhöhung 15 € – 100 €

Wo kann ich einen Kinderautositz kaufen?

Kindersitze, Babyschalen oder Sitzerhöhungen gibt es sowohl in großen Supermärkten, Fachmärkten und in Kaufhäusern, sowie in vielen Onlineshops zu kaufen.

Viele Kinderautositze werden über folgende Onlineshops verkauft:

  • Amazon.de
  • Maxi-cosi.de
  • Babymarkt.de
  • 123babyland.de
  • Windeln.de
  • Mytoys.de

Alle Autokindersitze, die wir dir auf unserer Seite vorstellen, sind mit einem Link zu mindestens einem dieser Shops versehen. Wenn du ein Produkt gefunden hast, das dir gefällt, kannst du gleich zuschlagen.

Welche Alternativen gibt es zu Kinderautositzen?

Für Babys, die noch in die Gruppe 0 oder 0+ fallen, gibt es keine Alternative. Diese müssen nach den gesetzlichen Regelungen im Fahrzeug gesichert werden. Die Babyschalen müssen fahrzeuggeeignet sein.

Für etwas größere Kinder, die schon eine Sitzerhöhung verwenden können, gibt es eine aufblasbare Variante. Diese aufblasbare Sitzerhöhung ist für Gruppe II oder III geeignet und ist bequem, wenn man Fahrgemeinschaften hat oder einfach einen Ausflug mit einer weiteren Familie in einem Auto plant.

Diese Alternative muss natürlich der neuesten ECE-R 44 entsprechen und zugelassen sein. Beachte dabei auch dass der Gurt gut anliegt und nicht einschneidet. Diese Variante bietet jedoch wenig Sicherheit, da zum Beispiel auch der Seitenaufprallschutz fehlt und ist daher nicht zu empfehlen.

Entscheidung: Welche Arten von Kinderautositzen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Wenn du dir einen Kindersitz zulegen möchtest, gibt es mehrere Alternativen, zwischen denen du dich entscheiden kannst.

  • Babyschalen
  • Kindersitze
  • Sitzerhöhungen

Im Folgenden erklären wir dir die verschiedenen Arten und die jeweiligen Vor- und Nachteile. Damit wollen wir dir helfen, den für dich am besten geeigneten Kinderautositz zu finden.

Was zeichnet eine Babyschale aus und welche Vorteile und Nachteile bietet sie?

Babyschalen kannst du ab der Geburt bis zirka 15 Monate , maximal bis 18 Monate verwenden. Die passende Größe kannst du aus den aktuellen ECE-Regelungen entnehmen.

Diese Schalen werden stets gegen die Fahrtrichtung montiert. Sie schützen vor allem bei einem Frontalaufprall. Durch diese Position des Babys werden die Kräfte besser verteilt und die Wirbelsäule des Kindes besser geschützt. Der Kopf wird nicht nach vorne geschleudert und dadurch muss Hals und Nacken nicht solche enorme Wucht aushalten.

Vorteile
  • Abstützung am Kopf, Hals, Rücken und Wirbelsäule
  • Meist für Isofix geeignet
  • Sicherer Transport durch extra Sicherheitsgurt
  • Leichtes Eigengewicht
Nachteile
  • Schnelles Rauswachsen des Kindes
  • Teuer
  • Zu viel Zeit in der Schale kann Haltungsstörungen verursachen

Das Baby sollte dabei jedoch nicht in die Liegeposition geraten. Wenn die Schale am Beifahrersitz befestigt wird, muss der Airbag unbedingt deaktiviert werden, sonst könnte dieser das Baby lebensgefährlich verletzen. Die Babyschale kannst du entweder über das Isofix-System oder über den Sicherheitsgurt im Auto fixieren.

Da die Babyschale auch herausnehmbar ist und das Kind auch so etwas Zeit darin verbringen kann, solltest du darauf achten, dass dies nicht zu lange ist. Für die Entwicklung der Wirbelsäule sind gerade und harte Flächen nötig. Die Babyschale ist gewölbt und sollte nicht zur dauernden Lagerung des Kindes verwendet werden, da es zu Haltungsschäden führen kann.

Was zeichnet einen Kindersitz aus und welche Vorteile und Nachteile bietet er?

Wächst das Kind aus der Babyschale heraus, wird diese durch einen Kindersitz ersetzt. Für Kleinkinder gibt es verschiedene Arten von Kindersitzsystemen.

  • Hosenträgersystem
  • Fangkörpersystem
  • Reboard System
  • Dreipunktsystem
  • Isofix-system

Die Hosenträgersysteme haben ihr eigenes Gurtsystem. Dieser Sitz ist nach vorne gerichtet und wird entweder mit einem Isofix-System oder dem Dreipunktgurt montiert. Den Gurt des Kindersitzes musst du noch passend eingestelle – das Gurtschloss soll tief sitzen und die Schultergurte müssen an die Körpergröße angepasst sein.

Fangkörpersysteme stoppen das Kind nicht mithilfe eines Gurtes, sondern mit einem Fangkörper mit großer Fläche. Diese Sitze sind nach vorne gerichtet und bieten auch einen hohen Schutz bei einem Frontalaufprall.

Vorteile
  • Hosenträgersysteme sind bequem, fest und sicher
  • Fangkörpersysteme sind sicher beim Frontalaufprall
  • Reboard System schützt die Wirbelsäule
  • Dreipunktsystem ist leicht zu montieren
  • Isofix-System ist leicht bedienbar und das Kind wird beim Bremsen weniger belastet
Nachteile
  • Schultergurte von Hosenträgersystemen schützen nicht die Halswirbeln
  • Fangkörpersystem hat keinen Schultergurt und birgt Verletzungsrisiko bei Seitenaufprall
  • Reboard System ist kompliziert zu montieren und kann leicht falsch angewendet werden
  • Dreipunktsystem hat für Kinder unter 15 kg keinen optimalen Gurtverlauf
  • Isofix-Sitze sind teuer und nicht für jedes Fahrzeug passend

Reboard-Systeme fixierst du ähnlich wie Babyschalen gegen die Fahrtrichtung. Bei Befestigung am Beifahrersitz darf der Airbag nicht aktiviert sein.

Beim Dreipunktsystem wird das Kind mithilfe des Dreipunktgurtes im Kindersitz gesichert und bei der Isofix-Anwendung wird der Sitz fest mit dem Fahrzeug verbunden.

Was zeichnet eine Sitzerhöhung aus und welche Vorteile und Nachteile bietet sie?

Die Sitzerhöhung sicherst du mithilfe des Sicherungsgurts im Auto. Der Sitz beeinflusst die Gurtführung. Die Gurte müssen straff anliegen und dürfen nicht am Hals liegen.

Die Sitzerhöhung dient dazu, den Höhenunterschied auszugleichen, damit das Kind sich mit dem normalen Sicherheitsgurt anschnallen kann. Diese sollte erst ab einer Körpergröße von 125 Zentimetern verwendet werden. Sitzerhöhungen gibt es auch mit Rückenlehne, welche einen besseren Schutz bei einem Seitenaufprall bieten.

Vorteile
  • Rückenlehne bietet Seitenaufprallschutz für Kopf
  • Gurtführung ist optimiert
  • Integrierte Sitze sind einfach zum anwenden
Nachteile
  • Größere Kinder akzeptieren die Sitzerhöhung mit Lehne nicht gern
  • Integrierte Sitze sind sehr teuer
  • Integrierte Sitze sind an ein Auto gebunden und nicht gut waschbar

Einige Hersteller verkaufen auch Neuwagen in denen bereits Kindersitze integriert sind. Diese sind fest im Wagen verankert und eignen sich für alle Gruppen der ECE-Regelung. Dabei gibt es Kindersitze mit eigenem Gurt- oder Fangkörpersystem.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Kinderautositze vergleichen und bewerten

Nachfolgend werden wir dir zeigen, anhand welcher Aspekte du dich zwischen der Vielzahl an möglichen Kindersitzen entscheiden kannst. Die Kriterien mit deren Hilfe du die Geräte miteinander vergleichen kannst umfassen:

  • Unfallsicherheit und Aufprallschutz
  • Kindersitzgruppe
  • Sitzrichtung
  • Gurtsystem
  • Komfort
  • Sitzbefestigung
  • Handhabung und Waschbarkeit

In den nachfolgenden Absätzen erklären wir dir, worauf es bei den einzelnen Kriterien ankommt.

Unfallsicherheit und Aufprallschutz

Babys bis 10 Kilogramm solltest du am besten in einer Babyschale entweder am Vorder- oder Rücksitz befestigen. Reboard-Systeme lassen das Kind mit dem Rücken in Fahrtrichtung sitzen, was die Gefahr den Kopf oder Hals zu verletzen verringert. Diese darfst du jedoch nur am Beifahrersitz anbringen, wenn der Airbag von einer Werkstatt ausgeschaltet wurde.

Die Schalen kannst du entweder mit dem Fahrzeuggurt oder dem Isofix-System fixieren. Bis zu einem Alter von 15 Monaten sollst du das Kind generell gegen die Fahrtrichtung platzieren, um die Wirbelsäule besser zu schützen.

Bei einem Kindersitz ist vor allem der Aufprallschutz auf der Seite ein wichtiges Kriterium. Achte auch darauf, wie Kopf und Hals im Falle eines Frontalaufpralls geschützt werden.

Kaufe einen Kindersitz nur nach der neuesten ECE-Prüfnorm, um dein Kind gut sichern zu können.

Kindersitzgruppe

Ein sehr wichtiges Kriterium ist die Auswahl der richtigen Kindersitzgruppe. Gruppe I passt für Kinder von 9-18 Kilogramm und kann von 9 Monaten bis 3,5 Jahren verwendet werden. Diese Sitze sind verstellbar und wachsen sozusagen mit dem Kind mit. Gruppen II und III eignen sich für Kinder mit 15-36 Kilogramm und können ab einem Alter von 4 verwendet werden.

Du kannst dir auch einen Kindersitz nach der i-Size Norm aussuchen. Bei dieser sind die Sitze in Gruppen aufgeteilt, die sich nach der Größe des Kindes orientieren. Beachte, dass der Kindersitz zu deinem Kind passen muss und probiere diesen vorher aus.

Sitzrichtung

Neben den Kindersitzen, die nach vorne gerichtet sind, gibt es auch die Reboard Systeme, die gegen die Fahrtrichtung montiert werden. Diese darfst du auch bei nicht-aktiven Airbag am Beifahrersitz montieren.

Die Reboard Systeme bieten bei einem Frontalaufprall einen besseren Schutz der Wirbelsäule, sind aber meist komplizierter zu verwenden und montieren, was zu Fehlverwendungen führen kann.

Gurtsystem

Die Gurtgeometrie muss passen und die Länge ausreichend sein, denn der Gurt sichert das Kind und den Kindersitz. Es gibt verschiedene Gurtsysteme:

  • Isofix
  • Zwei-/Dreipunktgurte
  • Fünf-Punkt-Gurtsystem

Einfache Kindersitze werden nicht separat gesichert und nur auf den Autositz gestellt. Beim Dreipunktgurt verläuft der Gurt durch eine eigene Führung des Sitzes. Das Fünf-Punkt-Gurtsystem sorgt für eine hohe Sicherheit und kann für Kinder ab 4 Jahren verwendet werden. Ist das Kind groß genug, kannst du den Fünfpunktgurt  durch einen Dreipunktgurt erseten. Mit dem Isofix-System ist der Kindersitz direkt mit dem Auto verbunden.

Komfort

Das Kind selbst weiß am besten, wie komfortabel ein Kindersitz ist. Sobald diese alt genug sind, sollten du sie den Sitz vor dem Kauf unbedingt Probesitzen lassen, damit sie auch lange Fahrten durchhalten können.

Kindersitze müssen neben den Standardnormen auch andere Kriterien, wie zum Beispiel Komfort, Handhabung und Waschbarkeit erfüllen. (Bildquelle: Pixabay.com / Rhona Jenkins).

Dazu sind eine weiche Polsterung und genügend Arm- und Schulterfreiheit sowie eine bequeme Beinauflage notwendig. Ein ergonomisches Design, das den Körper stützt und Armlehnen sollten auch vorhanden sein.

Sitzbefestigung

Bevor du den Kindersitz auswählst und kaufst, solltest du vorher prüfen, wie der Sitz befestigt werden kann. Solltest du in deinem Auto ein Isofix-System besitzen, kannst du dieses leicht mit einem Kindersitz mit dem gleichen System verbinden.

Kaufe nur einen Isofix-Kindersitz, wenn du dieses System auch im Auto hast. Kindersitze ohne Isofix befestigst du mit dem Sicherheitsgurt des Autos.

Handhabung und Waschbarkeit

Der Kinderautositz muss natürlich auch in den Wagen passen und sollte ohne Probleme fixiert und rausgelöst werden können. Wichtig ist auch, dass du mit den Gurten leicht klar kommst.

Besonders bei kleinen Kindern ist es wichtig, dass die Polsterbezüge abnehmbar und waschbar sind. Nichts passiert leichter als ein kleines Missgeschick mit einem Snack oder Getränk. Die Bezüge sollten einfach zu entfernen sein.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Kinderautositz

Im folgenden Video erhältst du weitere Tipps und Tricks, um Autofahrten mit Kindern so angenehm wie möglich zu gestalten.

Wann muss der Kinderautositz ausgetauscht werden?

Grundsätzlich ist zu beachten, dass du erst dann zur nächsthöhere Kindersitzklasse wechselst, wenn das Kind mit seinem Scheitel den oberen Rand des Autokindersitzes erreicht oder das zulässige Gewicht des Sitzes überschreitet.

Auch nach einem Unfall musst du den Kindersitz unbedingt tauschen, denn oft sind kleine Schäden nicht sichtbar und du kannst dir nicht absolut sicher sein, dass er noch in Ordnung ist. Einige Kindersitzhersteller bieten auch einen Service an, der deinen Kindersitz nach einem Unfall austauschen. Hier am besten mit der Kindersitzfirma in Verbindung treten.

Was sind mitwachsende Kinderautositze?

Zusätzlich gibt es auch „mitwachsende Kindersitze, die in mehrere Gruppen unterteilt werden können. Denn oft überschneiden sich Gruppen.

Gruppe Gewicht Körpergröße Alter
Gruppe 0+ bis 13 kg bis 90 cm 0 – 15 M
Gruppe 0+ / 1 bis 18 kg bis 100 cm 0 – 4 Jahre
Gruppe 1 / 2 9 – 25 kg 72 – 125 cm 1 – 7 Jahre
Gruppe 1 / 2 / 3   9 – 36 kg 75 – 150 cm 1 – 12 Jahre
Gruppe 2 / 3 15 – 36 kg 95 – 150 cm 2,5 – 12 Jahre

Diese Kinderautositze kannst du länger benutzen als die anderen, da die Kinder langsamer herauswachsen und somit sparst du damit einige Kosten. Jedoch ist die Anpassung der Sitze recht aufwändig und du musst aufpassen keine Fehler zu machen.

Wie und wo wird der Kinderautositz richtig befestigt?

Wenn möglich, solltest du den Kindersitz auf der Rückbank hinter dem Beifahrersitz oder am mittleren Platz installieren. Wenn du das Kind am Beifahrersitz befestigst, ist die Aufprallgefahr des Kindes höher und es könnten dadurch schere Verletzungen entstehen.

Bei Befestigung am Beifahrersitz solltest du das Kind gegen die Fahrtrichtung transportieren und sichergehen, dass der Airbag ausgeschaltet ist. Zusätzlich musst du einen  großen Abstand zum Airbag einhalten, damit der Luftsack nicht auf das Kind trifft.

Den Kinderautositz kannst du entweder mithilfe der Sicherheitsgurte im Wagen oder mit dem Isofix-Befestigungssystem befestigen. Das Isofix-System dient der Befestigung der Kindersitze direkt am Auto. Die Bedienung dieses Befestigungssystems ist einfach und nach Norm standardisiert. Nicht jedes Fahrzeug besitzt die benötigte Vorrichtung für das Isofix-System und ist dadurch auch nicht kompatibel.

Lies unbedingt in der Bedienungsanleitung nach, wie und wo du den Kindersitz am besten befestigen kannst. Teste auch den Kindersitz vor dem Kauf in deinem eigenen Auto.

Im folgenden Video siehst du, wie der Kindersitz mit dem Isofix-System richtig eingesetzt wird.

Kann ich auch gebrauchte Kinderautositze kaufen?

Die Sicherheit des Kindes hat oberste Priorität und du solltest bei diesem Thema nicht sparen. Wenn Kindersitze schon einige Jahre alt sind, solltest du diese auf keinem Fall mehr kaufen.

Diese entsprechen nicht den gegenwärtigen Sicherheitsstandards. Auch wenn der gebrauchte Sitz von außen hin neuwertig aussieht und keine Mängel aufweist, könnten sich kleine Beschädigungen im Inneren befinden und die Sicherheit des Kindes gefährden. Vom Kauf eines gebrauchten Kinderautositzes wird abgeraten.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://derstandard.at/2000086055038/Kindersitz-Warum-verkehrt-goldrichtig-ist

[2] https://www.meinbezirk.at/leoben/c-lokales/der-richtige-kindersitz-im-auto-kann-leben-retten_a3036087

[3] http://www.weekend.at/motor/kindersitz-kaufen-tipps/54.782.741

[4] https://www.sn.at/panorama/international/italien-fuehrt-auto-kindersitze-mit-alarmsignal-ein-40731004

Bildquelle: pixabay.com / dayronV

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