Willkommen bei unserem großen Motorradhelm Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Motorradhelme. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher zu machen und dir dabei helfen, den für dich besten Motorradhelm zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Motorradhelm kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Motorradhelm schützt deinen Kopf vor Verletzungen im Falle eines Unfalls. Seit 1976 sind Fahrer von Krafträdern verpflichtet einen Helm zu tragen.
  • Die verschiedenen Helmtypen heißen Halbschalenhelm, Jethelm, Integralhelm, Klapphelm und Motocross-/Enduro-Helm.
  • Die Wahl des Helmtyps hängt von deiner Fahrweise ab. Wenn du sehr schnell fahren willst, ist ein Integralhelm ratsam. Für gemütliche Fahrer reichen auch Jethelme aus.

Motorradhelm Test: Das Ranking

Platz 1: Stark „Montreal“ Klapphelm

Beim Stark „Montreal“ handelt es sich um einen Klapphelm. Damit einher, geht ein, im Vergleich zu anderen Helmtypen, eher höherer Preis. Allerdings ist der Helm ein No-Name-Produkt, wodurch er für einen Klapphelm sehr günstig ist. Für dein Geld bekommst du einen flexibel einsetzbaren Motorradhelm.

Platz 2: CMX „Hazel“ Jethelm

Der CMX „Hazel“ Jethelm ist ein Motorradhelm eines kleineren Herstellers. Der Hersteller hat sich spezialisiert auf Motorradzubehör. Er besticht durch sein Design seine solide Verarbeitung. Fällt allerdings ein wenig kleiner aus als üblich.

Platz 3: ROCC „771“ Endurohelm

Der Endurohelm „771“ von Rocc bietet ein ausgefallenes sportliches Design und die gängigen Funktionen eines solchen Helms. Durch seine Kombination aus Straßen- und Geländetauglichkeit ist er ein super Allrounder für jede Lage.

Platz 4: NZI „Vintage II“ Jethelm

Der NZI „Vintage II“ Jethelm ist ein preisgünstiger Motorradhelm. Er besticht durch eine gute Verarbeitung und ein elegantes Design.

Platz 5: Shox „Sniper Solid“ Integralhelm

Der Shox „Sniper Solid“ Integralhelm ist ein Motorradhelm eines kleineren Herstellers. Dieser Helm stellt ein super Einstiegsmodell dar, mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis und interessanten Extrafunktionen.

Platz 6: O’Neal „3Series MX“ Motocross-Helm

Der Motocross-Helm „3Series MX“ von O’Neal bietet ein ausgefallenes sportliches Design und die gängigen Funktionen eines solchen Helms. Besonders geeignet ist er für sportliche Fahrten im Gelände und Leute die auffallen möchten.

Platz 7: Broken Head „Adrenalin Therapy“ Integralhelm

Der Broken Head „Adrenalin Therapy“ Integralhelm ist ein Motorradhelm eines kleineren Herstellers. Er besticht durch sein Design und seine Passform, auch für größere Köpfe.

Platz 8: Caberg „Duke Smart“ Klapphelm

Der Klapphelm „Duke Smart“ von Caberg bietet dir für einen angemessenen Preis einen flexibel einsetzbaren Helm eines bekannten Herstellers. Ihm wohnen alle Vor- sowie Nachteile inne, die einen Klapphelm charakterisieren.

Platz 9: Nexo „Laguna“ Integralhelm

Der Nexo „Laguna“ Integralhelm ist ein Motorradhelm eines relativ bekannten Herstellers. Er ist ein solider Integralhelm mit eingebauter Sonnenblende und guter Passform.

Platz 10: Nexo „Comfort“ Integralhelm

Der Nexo „Comfort“ Integralhelm ist ein Motorradhelm eines relativ bekannten Herstellers. Durch die Zusatzfunktionen, wie der integrierten Sonnenblende und der guten Passform ist der Name Programm.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Motorradhelm kaufst

Warum brauchst du einen Motorradhelm?

Als Motorradfahrer bist du größeren Gefahren ausgesetzt als andere Verkehrsteilnehmer. Du wirst leichter übersehen und deine Geschwindigkeit wird von anderen Verkehrsteilnehmern oftmals falsch eingeschätzt.

Ein Unfall wirkt sich ohne Knautschzone auf deinen Körper aus. Um den Kopf vor gefährlichen Verletzungen zu schützen, ist ein Motorradhelm daher unerlässlich.

Ein Helm beim Motorradfahren zu tragen, ist Pflicht in vielen Ländern. Dieser trägt zur Schutz des Kopfes bei. Es gibt ihn in verschiedene Designs und Größen. (Bildquelle: pexels.com / Fancycrave.com)

Außerdem besteht in Deutschland seit 1976 eine Helmpflicht. Das heißt, als Fahrer oder Beifahrer eines Motorrads musst du in Deutschland einen Schutzhelm tragen. Dies gilt für alle Krafträder, die schneller als 20 km/h fahren. (§21a Abs. 2 StVo) In Österreich wurde die Helmpflicht 1979 eingeführt. In der Schweiz besteht sie seit 1981.

Welche Größe ist die richtige für dich?

Ein Motorradhelm sollte zu deiner Kopfgröße passen. Ist der Sturzhelm zu groß, bietet er keinen geeigneten Schutz für deinen Kopf. Bei Bewegungen würde er hin und her rutschen. Wenn du einen zu kleinen Helm kaufst drückt dieser gegen deinen Kopf.

Es folgen schnell Kopfschmerzen. Ein gut sitzender Helm sollte fest am Kopf sitzen, aber keinen Druck auf deinen Kopf ausüben.

Um die richtige Größe für dich zu bestimmen nimmst du am besten ein Maßband. Du misst die breiteste Stelle deines Kopfes, direkt über den Ohren. Falls du kein Maßband da haben solltest, kannst du auch ein Stück Schnur um deinen Kopf legen.

Merk dir die Stelle an der sich die Schnur überkreuzt und miss dieses Stück an einem Zollstock oder Lineal ab. In der folgenden Tabelle kannst du grundlegend deine Helmgröße ablesen. Die Größen gelten sowohl für Männer- als auch für Frauenmotorradhelme.

Helmgröße Kopfumfang in cm
XXXS 48 bis 50
XXS 51 bis 52
XS 53 bis 54
S 55 bis 56
M 57 bis 58
L 59 bis 60
XL 61 bis 62
XXL 63 bis 64

Wenn der Helm bei dir Zuhause ankommt, solltest du ihn unbedingt ausprobieren, bevor du fährst. Deine Kopfform kann nämlich auch Auswirkungen darauf haben, ob der Helm gut sitzt.

Setz ihn auf und trage ihn eine Zeit lang. So bekommst du ein Gefühl für den Helm. Wenn du deinen Kopf schnell nach vorne und hinten, links und rechts bewegst, sollte der Helm nicht anfangen zu wackeln. Sonst sitzt der Helm zu locker. Außerdem kannst du mit deinen Fingern testen ob der Helm zu groß ist. Wenn zwischen deiner Stirn und dem Helm zwei Finger passen, dann ist der Helm zu groß.

Falls du eine Brille hast, solltest du diese beim Testen unbedingt aufsetzen und prüfen, ob diese genug Abstand zum Visier hat.

Welcher Motorradhelm ist für Brillenträger geeignet?

Grundsätzlich kannst du als Brillenträger jeden Helm nutzen. Das Auf- und Absetzen des Helms kann allerdings ein Akt werden, wenn der Helm ein Visier hat.

Der Integralhelm ist hier als Beispiel zu nennen. Einfacher ist die Nutzung von Helmen ohne Visier oder Kinnstück. Allerdings verzichtet man hier auf ein großes Maß an Sicherheit. Wir denken, dass der Klapphelm eine optimale Kombination aus Schutz und Handhabung für den Brillenträger ist.

Durch das aufklappbare Kinnteil kann der Helm schnell auf- und abgesetzt werden. Gleichzeitig bietet der Klapphelm aber auch einen Schutz für den kompletten Kopf.

Welche Helme gibt es im Retro-Look?

Passend zu einem Oldtimer suchen viele Menschen auch nach Retrohelmen. Auch diese Art von Helmen wird von verschiedenen Herstellern angeboten.

Wenn von Retrohelmen die Rede ist, dann sind meistens Halbschalenhelme oder Jethelme im Retrodesign gemeint.

Allerdings gibt es auch Klapphelme oder Integralhelme im Retrodesign. Diese werden dann von den Herstellern im Retrodesign lackiert.

Wo kannst du Motorradhelme kaufen?

Im Internet gibt es verschiedene Anbieter, bei denen du dir deinen Helm kaufen kannst. Helme kannst du zum Beispiel in diesen Online-Shops kaufen:

  • Amazon.de
  • Ebay.de
  • fc-moto.de
  • Hein-Gericke.de
  • Helmexpress.com
  • Louis.de
  • Motoin.de
  • Polo-Motorrad.de

Alle Helme, die wir dir auf dieser Seite vorstellen, wirst du bei diesen Händlern erhalten. Wenn dir ein Motorradhelm gefällt, dann wirst du über einen Link direkt zu einem der Online-Shops weitergeleitet, wo du deinen Helm bestellen kannst.

Was kostet ein Motorradhelm?

Motorradhelme gibt es in allen Preisklassen. Es sind sowohl einfache, günstige Modelle erhältlich, als auch teure, auf dem allerneusten Stand der Technik. Die Preise können bis in den vierstelligen Bereich gehen.

Motorradhelme können Online sowie Offline erworben werden. Dabei kann der Preis im zwei- bis vierstelligen Bereich liegen. (Bildquelle: pixabay.com / youareweb)

Wir denken, dass diese Preise angemessen sind, da es um deinen Schutz geht. Du kannst allerdings für dich selbst entscheiden, wie viel du für deinen Schutzhelm ausgeben möchtest. Das hängt natürlich auch davon ab, wie viel du fährst.

Entscheidung: Welche Arten von Motorradhelmen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich gibt es fünf verschiedene Arten von Motorradhelmen:

  • Halbschalenhelm
  • Jethelm
  • Integralhelm
  • Klapphelm
  • Enduro-Helm/Motocross-Helm

Jede Art von Helm unterscheidet sich mehr oder weniger von den anderen im Aufbau und Design. Es gibt Motorradhelme, die den kompletten Kopf umschließen, oder aber welche, die im Gesichtsbereich frei sind. Jeder dieser Sturzhelme bietet verschiedene Vor- und Nachteile.

Abhängig von deinem Fahrstil und deinen persönlichen Vorlieben kommen bestimmte Arten von Helmen für dich in Frage. Im folgenden Abschnitt möchten wir dir deshalb bei der Frage helfen, welcher Helmtyp der richtige für dich ist.

Dazu stellen wir dir jetzt die oben genannten Helmtypen und ihre Vor- bzw. Nachteile übersichtlich vor.

Was ist ein Halbschalenhelm und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Der Halbschalenhelm ist der klassische Motorradhelm und glänzt mit Retrodesign. Der Oberkopf wird durch eine Helmschale geschützt, während an den Seiten Leder als Material verwendet wird.

Vorteile
  • Kultiges Retrodesign
  • Leicht
  • Luftig
Nachteile
  • Kein Kinn- und Gesichtsschutz
  • Kaum seitlicher Kopfschutz
  • Muss mit Brille/Sonnenbrille gefahren werden
  • Kein Regenschutz

Da dieser Helm kein Visier besitzt, sollte eine Sonnenbrille oder eine Motorradbrille getragen werden. Der Halbschalenhelm ist der kultigste Motorradhelm und ist insbesondere bei Fahrern von Oldtimern beliebt. Außerdem ist er sehr leicht und luftig. Allerdings bietet er nur sehr wenig Schutz für den Kopf und das Gesicht.

Aufgrund der Bauart bietet dir der Helm keinen im Gesicht keinen Schutz vor Regen und ist meist sehr laut. Außerdem bietet der Helm keinen seitlichen Kopfschutz und keinen Gesichtsschutz, da diese Bereiche nur mit Leder bzw. gar nicht geschützt sind.

Wie sieht ein Jethelm aus und was sind seine Vor- und Nachteile?

Der Jethelm ist ähnlich wie der Halbschalenhelm aufgebaut. Der große Unterschied zum Halbschalenhelm ist die Verschalung der Kopfseiten.

Vorteile
  • Seitlicher Kopfschutz
  • Kulthelm
  • Luftig
Nachteile
  • Kein Kinn- und Gesichtsschutz
  • Sollte eventuell mit Brille gefahren werden
  • Kein Regenschutz

Der Jethelm ist angelehnt an Pilotenhelme. Viele Mororradhelme dieser Art besitzen kein Visier. In diesem Fall sollte eine Brille beim Fahren getragen werden. Der Jethelm bietet mehr Schutz als der Halbschalenhelm durch die seitliche Verschalung. Allerdings sind das Gesicht und das Kinn bei Unfällen nicht geschützt.

Was ist ein Integralhelm und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Der Integralhelm bietet den höchsten Schutz für dich. Der Helm ist so aufgebaut, dass er den ganzen Kopf umschließt und einen festen Kinnschutz bietet.

Über ein Visier wirst du vor Insekten und Wind geschützt. Allerdings sind diese Helme oft sehr schwer und teilweise schlecht belüftet, wodurch sie im Sommer unangenehm zu tragen sein können. Außerdem ist der Integralhelm für Brillenträger in der Handhabung kompliziert, da meist erst der Helm aufgesetzt werden muss und danach, durch das Visier hindurch, die Brille folgt.

Zu den Integralhelmen können außerdem die Racehelme und Streetfighterhelme gezählt werden.

Vorteile
  • Bestmöglicher Schutz
  • Regenschutz
  • Hohe Geräuschdämmung
Nachteile
  • Vergleichsweise schwer
  • Kompliziert für Brillenträger

Racehelme sind wie der klassische Integralhelm aufgebaut. Allerdings sind sie an den Rennsport angelehnt. Das heißt, sie sind oftmals auffällig lackiert und mit Spoilern und Lufthutzen ausgestattet. Außerdem ist das Innenfutter herausnehmbar und sehr leicht zu reinigen. Die starke Ausstattung und hochwertigen Materialien machen diese Helme jedoch sehr teuer.

Streetfighterhelme sind hingegen an den amerikanischen Rennsport angelehnt. Sie sehen meist sehr aggressiv aus. Das Visier ist kleiner als bei normalen Integralhelmen und sie sind klobiger. Dies führt dazu, dass dieser Motorradhelm schwerer ist als andere Modelle.

Wie sieht ein Klapphelm aus und worin liegen seine Vorteile und Nachteile?

Der Klapphelm ist eine Mischung aus dem Integral- und dem Jethelm. Neben dem Visier ist auch der Kinnschutz beweglich und nach oben klappbar.

Vorteile
  • Sehr gut für Brillenträger geeignet
  • Vielfältige Möglichkeiten
  • Guter Schutz des gesamten Kopfes
Nachteile
  • Schwerster Helmtyp
  • Sehr teuer

Bei heruntergeklapptem Visier und Kinnschutz kann er wie ein Integralhelm gefahren werden. Wenn das Kinnstück hochgeklappt wird, fährt er sich wie ein Jethelm. Das erleichtert den Gebrauch als Brillenträger und für Trink- oder Zigarettenpausen muss nicht der ganze Helm abgesetzt werden. Außerdem ist so eine leichtere Belüftung gewährleistet. Allerdings sind diese Helme wegen ihrer Konstruktion oft teurer und schwerer als andere Helme. Außerdem ist in Extremfällen der Schutz nicht so hoch wie bei Integralhelmen.

Was sind Motocross- und Enduro-Helme und worin liegen ihre Vorteile und Nachteile?

Der Enduro-Helm und der Motocross-Helm sind ausgelegt auf Fahrten im Gelände bzw. mit Enduros oder Motocross-Rädern. Wie der Integralhelm bieten auch diese Helme einen Schutz für den gesamten Kopf.

Charakteristisch für diese Motorradhelme sind der Schirm an der Stirn und das sportliche spitzzulaufende Design. Außerdem haben diese Helme ein weiter ausgeschnittenes Sichtfeld, um dir die Sicht im Gelände zu erleichtern.

Der Unterschied zwischen Enduro-Helm und Motocross-Helm liegt darin, dass der Enduro-Helm ein eingebautes Visier hat.

Vorteile
  • Regenschutz
  • Sehr gut im Gelände
  • Gute Geräuschdämmung
  • Weites Sichtfeld
Nachteile
  • Spezielles Design

Der Motocross-Helm dagegen hat kein Visier und wird in Kombination mit einer speziellen Motocross-Brille gefahren. Dies sorgt dafür, dass das Sichtfeld nicht beschlägt, bzw. weniger als beim Integralhelm. Die Kombination aus Brille und Helm macht den Motocross-Helm allerdings auch anfällig für Regen. Außerdem sind diese Helme meist sehr laut und dämmen wenig Geräusche ab.

Vorteile
  • Optimal fürs Gelände
  • Beschlägt durch Kombination aus Brille und Helm wenig
Nachteile
  • Anfällig für Regen
  • Brille notwendig
  • Schlechte Geräuschdämmung

Das Innenfutter der Motocross- und Enduro-Helme ist im Normalfall herausnehmbar und somit leicht zu waschen. Dies ist wichtig, da sie darauf ausgelegt sind durch schlammiges und staubiges Gelände zu fahren und somit sehr schnell dreckig werden können.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Motorradhelme vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Kriterien du Motorradhelme vergleichen und bewerten kannst. Dies hilft dir dabei zu entscheiden, ob ein bestimmter Motorradhelm für dich geeignet ist oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich um diese Kriterien:

  • Fahrstil
  • Gewicht
  • Design
  • Material
  • Belüftungssystem
  • Visier
  • Herausnehmbares Innenfutter
  • Prüfsiegel
  • Extrafunktionen

In den nachfolgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den Kriterien auf sich hat und wie du diese einordnen kannst.

Dein Fahrstil

Dein Fahrstil und die Art deines Motorrad sollten in großem Maße bei der Wahl deines Motorradhelmes mit einfließen. Je nach Art deines Fahrstils sind bestimmte Kriterien wichtiger für die Auswahl deines Helms als andere.

Wenn du gerne mal schneller fährst ist zum Beispiel ein Helm zu empfehlen, der eine höhere Geräuschdämmung hat. Außerdem unterstützen gewisse Helme durch ihren Aufbau den Windfluss und sind deshalb bei schnelleren Geschwindigkeiten angenehmer zu fahren. Des Weiteren ist es wichtig auf die geeigneten Motorradhandschuhe für den perfekten Halt zu achten.

Wenn du eher der gemütliche Biker bist, sind diese Kriterien wahrscheinlich uninteressant für dich. In diesem Fall kannst du eher nach persönlichen Präferenzen gehen.

Wenn du gerne sportlich im Gelände unterwegs bist, dann empfehlen wir dir auf jeden Fall zu Enduro- oder Motocross-Helmen zu greifen. Diese Helme sind für Fahrten über Stock und Stein ausgelegt und bieten dir hier die perfekte Kombination aus Sicht und Schutz.

Das Helmgewicht

Das Gewicht des Helms bestimmt den Tragekomfort. Schwere Helme können auf Dauer unangenehm werden und zu Nackenschmerzen führen.

Das Belüftungssystem des Helms ist mit das wichtigste Kaufkriterien, denn das sorgt dafür dass dir unter dem Helm nicht zu warm wird und das dass Visier nicht beschlägt.

Motorradhelme wiegen ungefähr zwischen 1000 und 2000 g. Das Gewicht ist insbesondere durch die Bauart und das Material des Helms bedingt. Wie bereits angemerkt, sind zum Beispiel Klapphelme oder Integralhelme oft schwerer als Jethelme. Allerdings bieten Klapphelme und Integralhelme auch mehr Schutz als Jethelme.

Das Design und die Helmfarbe

Durch das Design und die Helmfarbe trägst du deine Persönlichkeit nach außen. Hier gehst du nach deinem Stil und persönlichen Präferenzen.

Motorradhelme gibt es in unzähligen verschiedenen Designs und Lackierungen. Ob schlicht und klassisch in mattschwarz gehalten oder bunte auffällige Neonfarben. Ob im Retroschick oder aber sportlich lackiert. Du trägst, was dir gefällt.

Natürlich kannst du dies auch abhängig von deiner Bekleidungsfarbe oder deinem Motorrad machen. Schwarz passt zum Beispiel zu allem, kann aber auch langweilig wirken.

Biker, die einen Oldtimer oder Chopper besitzen greifen oftmals zu Helmen im Retrodesign. Diese gibt es zum Beispiel auch mit Lederapplikationen. Bei Besitzern von Cross-Rädern oder anderen sportlichen Motorrädern sind insbesondere Helme in auffälligen Lackierungen beliebt.

Daher findest du auch eine Vielzahl von Jethelmen im Retrodesign. Integralhelme und Moto-Cross oder Enduro-Helme hingegen oft in auffälligen Farben.

Das Material des Motorradhelms

Es gibt zwei verschiedene Arten von Kunststoffen, aus denen die Außenschalen von Motorradhelmen hergestellt werden. Dies sind Thermoplaste und Duroplaste.

Thermoplaste, wie zum Beispiel Polycarbonat, werden unter Hitzeeinwirkung hergestellt. Sie sind billiger als Duroplaste und leichter herzustellen. Allerdings altert dieses Material schneller und ist weniger bruchfest.

Duroplaste sind schwerer herzustellen und daher meistens auch teurer. Der bekannteste Stoff aus diesem Bereich ist Carbon. Sie sind deutlich bruchfester als Thermoplaste. Daher kommen im Rennsport auch allein Motorradhelme aus Duroplasten zum Einsatz.

Das Belüftungssystem

Bei Helmen die deinen ganzen Kopf umschließen ist das Belüftungssystem wichtig, um einen kühlen Kopf zu bewahren. Gerade im Sommer kann es bei nicht ausreichender Belüftung unangenehm unter dem Helm werden. Durch die Belüftungsmechanismen gelangt frische Luft in den Helm.

Auf der einen Seite sorgt das Belüftungssystem des Helms dafür, dass dir unter deinem Helm nicht zu warm wird. Insbesondere bei Ausfahrten im Sommer ist eine ausreichende Belüftung des Helms daher wichtig.

Andererseits sorgt die Belüftung des Helms auch dafür, dass das Visier nicht beschlägt. Dies ist für eine ausreichende Sicht notwendig, gerade bei kälteren Temperaturen oder Regen. Motorradhelme gibt es mit oder ohne Belüftungsmechanismen. Die meisten Belüftungsmechanismen kannst du per Hand schließen und öffnen. Auch während der Fahrt.

Das Belüftungssystem des Helms ist mit das wichtigste Kaufkriterien, denn das sorgt dafür dass dir unter dem Helm nicht zu warm wird und das dass Visier nicht beschlägt.

Das Visier

Das Visier deines Helms stellt die Sicht während der Fahrt sicher und schützt deine Augen vor Insekten, Steinen, Wind und Wasser. Es gibt sowohl Helme, die mit Visier angeboten werden, als auch welche ohne Visier. Bei Helmen ohne Visier solltest du zum Schutz deiner Augen auf jeden Fall eine Brille tragen. Es wird üblicherwiese aus Polycarbonat hergestellt.

foco

Wusstest du, dass bereits leicht verkratze Visiere bei Gegenlicht „Blindheit“ verursachen können?

Das Visier sollte im Falle von Kratzern im Sichtbereich deshalb möglichst durch ein kratzfestes Visier ersetzt werden.

Die meisten Motorradhelme werden mit klarem Polycarbonat ausgeliefert. Allerdings sind auch Helme mit getöntem Visier erhältlich. Die Tönung sorgt für gute Sicht bei sonnigem Wetter und schützt deine Augen vor der Sonne. Allerdings wird deine Sicht hier bei Fahrten in der Nacht durch die dunkle Farbe behindert. Umgekehrt ist bei klarem Visier die Sicht während der Dämmerung und Nacht sehr gut, du wirst aber bei Sonnenschein stärker geblendet. Interessant sind daher auf jeden Fall Motorradhelme, bei denen du das Visier austauschen kannst.

Außerdem gibt es Motorradhelme, die eine eingebaute, getönte Sonnenblende besitzen. Diese kann bequem bei Bedarf aus oder eingefahren werden und stellt gute Sichtverhältnisse sicher.

Mit der Pinlock-Technik kannst du dein Visier außerdem vor dem Beschlagen schützen. Hierbei wird ein kleineres Visier von Innen auf dein Visier aufgeklebt, was vor Beschlagen schützt. Allerdings können hierbei die Sichtränder des kleineren Visiers stören und es wird nicht das gesamte Visier vor Beschlag geschützt.

Damit du jederzeit eine gute Sicht hast, sollte dein Visier aus einem kratzfesten Material bestehen. Durch Kratzer im Sichtfeld wird deine Sicht verschlechtert, außerdem kann dies bei Sonnenstrahlen blenden.

Das Innenfutter

Das Innenfutter von Motorradhelmen besteht oft aus Polyester. Bei manchen Helmen kannst du das Innenfutter zum Waschen herausnehmen.

Gerade Integralhelme können sehr muffig werden, wenn du in ihnen schwitzt. Insbesondere im Sommer, wenn es heiß wird. Bei sportlicher Fahrweise, mit Motocross-Helm oder Enduro-Helm, kommst du auch stark ins Schwitzen oder Dreck kann in deinen Helm gelangen. Daher bieten sich für diese Helme Innenfutter an, die du herausnehmen kannst um sie in der Waschmaschine oder per Hand zu waschen. Andernfalls kann es auf Dauer unangenehm werden den Motorradhelm zu tragen.

Das Prüfsiegel für Motorradhelme

Ein Motorradhelm muss mit dem ECE-Siegel ausgezeichnet sein. Das Siegel bestätigt eine ausreichende Schutzfunktion des Motorradhelms. Die aktuelle Norm hat die Nummer 22/05. Das Siegel ist bei geprüften Helmen meistens am Innenfutter oder an den Kinnriemen zu finden.

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Wusstest du, dass „hochwertige“ Motorradhelme deutlich langsamer altern als Helme der früheren Baujahre?

Aus diesem Grund solltest du keine Motorradhelme verwenden, die nicht nach ECE R 22/05 zugelassen wurden. Zu erkennen ist dies an einem kleinen Label, das meist am Kinnriemen angenäht ist.

Bei der Prüfung wird sichergestellt, dass der Motorradhelm seine Schutzfunktion erfüllt. Geprüft werden:

  • Größe und Form der Dämpfungsschale
  • Chemische Resistenz der Außenschale
  • Stoßdämpfungswerte an einzelnen Punkten durch einen Falltest
  • Abstreiftest vor allem bei kleinen Größen
  • Belastbarkeit des Kinnriemens und des Verschlusses
  • Größe des Sichtfeldes
  • Durchdringungswiderstand des Visiers, Tönung des Visiers

Gerade bei Fahrten im Ausland wird dies streng geprüft. Helme ohne Siegel können hier zu empfindlichen Strafen führen. Außerdem kann es sein, dass du deine Fahrt nicht fortsetzen darfst, wenn du kein Siegel vorweisen kannst. In Deutschland kann der Schadensersatzanspruch im Falle eines Unfalls entfallen, wenn dein Helm kein ECE-Siegel besitzt.

Extrafunktionen von Motorradhelmen

Neben den erwähnten Kaufkriterien gibt es noch verschiedene Extrafunktionen, die bestimmte Helme mit sich bringen.

Die häufigste Sonder-Funktion ist zum Beispiel die Bluetooth-Fähigkeit. Verschiedene Motorradhelme werden mit eingebauten Bluetooth-Einrichtungen hergestellt.

Diese können auf verschiedene Arten verwendet werden. Zum einen kann diese Funktion als Freisprecheinrichtung für das Handy verwendet werden. So bist du auch während der Fahrt erreichbar und kannst telefonieren. Außerdem kann die Bluetooth-Einrichtung mit Navigationssystemen gekoppelt werden.

Richtungsanweisungen können somit über den Helm angesagt werden. Als dritte Funktion kann außerdem über die Einrichtung Musik gehört werden. Eine Bluetooth-Einrichtung erleichtert somit insbesondere sehr lange, weite und ausgedehnte Ausfahrten, da die Orientierung in unbekanntem Terrain gewährleistet wird und Musik vor Langeweile schützt.

Weitere nützliche Zusatzfunktionen eines Motorradhelmes können sein:

Extras Nützlichkeit
Eingebaute Sonnenblende Eine Sonnenblende bei dem Helm ist eigentlich immer notwendig und sollte auch fast als ein Muss angesehen werden. Es gibt viele Arten, wie du die Sonnenblende ausklappen kannst, also such dir jene aus, welche für dich am Besten funktioniert.
Gesichtsmasken Eine Sonnenblende bei dem Helm ist eigentlich immer notwendig und sollte auch fast als ein Muss angesehen werden. Es gibt viele Arten, wie du die Sonnenblende ausklappen kannst, also such dir jene aus, welche für dich am Besten funktioniert.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Motorradhelme

Wie reinigt man einen Motorradhelm?

Damit du lange etwas von deinem Motorradhelm hast, solltest du ihn auch angemessen pflegen. Um deinen Helm von außen zu reinigen, solltest du nur weiche Tücher (Mikrofasertücher) und milde Seifenlaugen verwenden. Dies verhindert, dass dein Visier und dein Helm zerkratzen.

Wichtig: Auf keinen Fall Lösungsmittel verwenden. Das macht deinen Helm weniger stabil.

Wenn die Innenpolster abnehmbar sind, kannst du sie bei 30°C im Schonwaschgang in der Waschmaschine waschen. Du solltest sie allerdings nicht schleudern.

Wenn die Innenpolster fest im Helm sind, kannst du in zwei Schritten vorgehen:

  • Zuerst Haarreste etc. mit dem Staubsauger entfernen.
  • Danach das Polster mit speziellem Reinigungsspray einsprühen. Das Reinigungsspray bekommst du zum Beispiel im Fachhandel.

Wann sollte ein Motorradhelm gewechselt werden?

Das Innenmaterial von Motorradhelmen altert mit zunehmender Zeitdauer. Das heißt, es wird weniger stabil und schützt dich weniger. Daher sollte ein Motorradhelm, unabhängig von der tatsächlichen Nutzung, spätestens nach 7 Jahren ausgetauscht werden.

Peter KaiserGeschäftsführer des weltweit größten Herstellers von Motorradhelmen

Nach drei Jahren setzt der Alterungsprozess des Motorradhelmes ein. Die Widerstandsfähigkeit der Schale lässt nach, weil sie dann einen Großteil ihrer physikalischen Stabilität eingebüßt hat.

(Quelle: zeit.de)

Nach einem Unfall sollte ein Helm unbedingt gewechselt werden. Da die Schicht, die den Aufprall dämpft, beschädigt sein kann. Dies kann auch der Fall sein, ohne dass äußere Schäden zu sehen sind.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.spiegel.de/auto/fahrberichte/motorradhelme-sitz-statt-show-a-143013.html

[2] http://www.spiegel.de/auto/aktuell/motorradhelm-leiser-leichter-sicherer-a-252219.html

Bildquelle: pixabay.com / stevemorrissey

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