Enge Kurven, hohe Geschwindigkeiten und dazu noch herrliches Wetter – aufgrund dieser Gegebenheiten kann eine Fahrt auf dem Motorrad zu einem ganz besonderen Abenteuer werden. Hinter dieser Fassade lauern jedoch auch eine Menge Gefahren, die einigen Fahrern oft erst viel zu spät bewusst werden.

Selbst im Falle eines ordnungsgemäßen bzw. weitsichtigen Fahrverhalten können Schäden am eigenen Motorrad sehr schnell herbeigeführt werden. Naturereignisse wie Stürme oder Brände aber auch Tiere können Mängel verursachen, welche teure Reperaturkosten mit sich bringen. Um diese Risiken abzuwenden, solltest du eine Motorradversicherung in Betracht ziehen.

Unser Motorradversicherung Test 2019 erläutert dir die wichtigsten Fakten und beantwortet auch die am häufigsten gestellten Fragen zu dem Thema. Welche Aspekte du vor der Unterschrift deiner Police besondere Aufmerksamkeit schenken solltest, wird in diesem Artikel ebenfalls erläutert. Um die Auswahl zu erleichtern, wollen wir ausgewählte Anbieter genauer vorstellen.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Motorradversicherung schützt dich gegen Diebstahl und Schäden an deinem Fahrzeug. In welchem Ausmaß der Schutz greift, hängt vom ausgewählten Schutztyp ab.
  • Die Prämien deiner Versicherung wird anhand vieler Faktoren gemessen. Leistung, Modell aber auch die Nutzungsumgebung ist dabei ausschlaggebend.
  • Eine Motorradversicherung für den Schutz deines Fahrzeuges ist optional. Eine Haftpflichtversicherung für die Abdeckung von Schäden an Dritten ist jedoch verpflichtend.

Motorradversicherung Test: Die Empfehlungen der Redaktion

Die besonders preiswerte Motorradversicherung

Die Motorradversicherung von „Verti“ zeichnet sich insbesondere durch ihre besonders günstigen Konditionen aus. Innerhalb von wenigen Schritten kannst du den passenden Tarif auswählen, der dir den optimalen Schutz für dich und deine Fahrbedürfnisse ermöglicht. Sollte es sich bei deinem Motorrad um dein Zweitfahrzeug handeln, kommst du ebenfalls in den Genuß dieser Vorteile.

Mithilfe eines speziellen Teilkaskotarifs bist du zu einem deutlich reduzierten Preis gegen jegliche Schäden der Natur bzw. Umwelt abgesichert. Durch den beinhalteten „Nix-Passiert“-Tarif kannst du deine Schadensfreiheitsklasse auch im Falle eines Unfalls behalten.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Motorradversicherung abschließt

Vor dem Abschluss einer Motorradversicherung tauchen bei potenziellen Kunden in der Regel eine Menge Fragen auf. Wir haben die am häufigsten gestellten Fragen zusammengefasst und ausführlich für dich beantwortet.

Welche Vorteile bietet eine Motorradversicherung?

Solltest du häufig mit deinem Motorrad unterwegs sein, kann dir eine passende Versicherung den notwendigen Schutz geben. Unabhängig davon ob Schäden durch die Natur oder Vandalismus durch Dritte entstanden sind, kannst du daraus resultierende Kosten damit erfolgreich abwenden.

Motorradversicherungen können in bestimmten Fällen auch eigens verschuldete Mängel berücksichtigen. Dies bedeutet jedoch, dass du höhere Prämien dafür entrichten musst. (Bildquelle: unsplash.com / Yunming Wang)

Solltest du mit deinem Motorrad Schäden an fremdem Eigentum verursachen, kann dich ein Versicherungsschutz ebenfalls vor diesen Schäden bewahren. Hierbei handelt es sich allerdings um ein anderes Versicherungsmodell, das in weiterer Folge noch etwas genauer analysiert wird.

Welche Schäden können durch eine Motorradversicherung abgedeckt werden?

Wie bereits angesprochen können durch eine Motorradversicherung Schäden diverser Ursachen kostentechnisch abgedeckt werden. Natürliche Gegebenheiten wie Stürme, Brände oder auch Kollisionen mit Wildtieren können dabei ebenso berücksichtigt werden wie Glas- oder Unfallschäden.

Neben Sachschäden greift eine Motorradversicherung auch im Falle einer unbefugten Entwendung. Sollte dein Motorrad gestohlen werden, kann dir deine Versicherung ebenfalls bei dem entfallenen, finanziellen Wert unter die Arme greifen. Sollten selbst verursachte Schäden, wie etwa durch Unfälle oder Parkvorgänge, eintreten, hängt die Berücksichtigung von Anbieter und Tarif ab.

Was kostet eine Motorradversicherung?

Wie viel deine Motorradversicherung im Endeffekt kostet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dennoch gibt es Rahmen, anhand dessen du dich orientieren kannst. Abgesehen davon, welchen Schutzumfang du auswählst, sind für Versicherungen einige zusätzliche Daten erforderlich, um eine genaue Bestimmung der Prämie festzulegen.

Art der Informationen Details
Grundlegende Infos zum Fahrzeug Modellname, Hubraum in ccm, Leistung in PS
Weitere Infos zum Fahrzeug Wert des Fahrzeugs, Zustand (neu oder gebraucht), Saisonkennzeichen
Infos zum Versicherungsnehmer Name, Beruf, Wohnort, Dauer des Führerscheinbesitzes
Informationen zur Nutzung Gewerbliche oder private Nutzung, Jährliche Fahrleistung in Kilometer

Eine Motorradversicherung kannst du bereits ab einer Jahrespauschale von etwa 200 € abschließen. Unter Berücksichtigung der oben genannten Faktoren kann der Preis allerdings auch deutlich höher ausfallen. Sollten vertragliche Bestimmungen eine Mindestlaufzeit festlegen, kann sich dies, abhängig vom jeweiligen Anbieter, entweder positiv oder negativ auf den Preis auswirken.

Welche Unternehmen bieten Motorradversicherungen an?

Diverse Unternehmen in Deutschland bieten Versicherungstarife zu verschiedensten Konditionen an. Hierbei handelt es sich in der Regel um Anbieter, dessen breiteres Produktportfolio auch Motorräder umfasst. Dazu gehören beispielsweise

  • AXA
  • Helvetia
  • Verti
  • Allianz
  • Gothaer

Die jeweiligen Tarifkonditionen können dabei stark von Anbieter zu Anbieter variieren. Eine geringere Prämie kann oft mit einem weniger umfangreichen Schutz bzw. weniger ausgeprägten Kundenservice einhergehen. Um somit keine Kompromisse in Bezug auf deine Präferenzen eingehen zu müssen, solltest du vor allem ähnliche Tarife verschiedener Anbieter genau vergleichen.

Ab welchem Alter kannst du eine Motorradversicherung abschließen?

Bei Motorrädern der Klasse A1 gibt es Einschränkungen bezüglich des erlaubten Hubraums und der Höchstleistung.

Die Grundvoraussetzung für eine Motorradversicherung ist ein gültiger Führerschein sowie ein Zweirad mit gültiger Zulassung. Grundsätzlich ist die Versicherung mit der jeweiligen Fahrerlaubnis abgestimmt.

Motorräder der Klasse A1 dürfen ab 16 Jahren gefahren werden, höherklassige Motorräder ab 18 Jahren. (1) Diese Altersbeschränkungen gelten auch für Versicherungsabschlüsse.

Sollte dein A1-Motorrad einen Hubraum besitzen, der über der Begrenzung von 125 ccm und einer Leistung von 11 kW liegt, entfällt die Lenkberechtigung sowie die Möglichkeit eines Versicherungsabschlusses.

Mit der Klasse A2 sind diese Begrenzungen schließlich aufgehoben. Allerdings kann der Versicherungsabschluss erst mit den erfüllten Voraussetzungen der Lenkberechtigung sowie eines zugelassenen Fahrzeuges erfolgen.

Was ist das H-Kennzeichen und welche Bedeutung hat es in Zusammenhang mit einer Motorradversicherung?

Sollte dein Motorrad schon etwas älter sein, kannst du ein sogenanntes H-Kennzeichen beantragen. Ist es bereits mindestens 30 Jahre zugelassen, erhält es dadurch den Status als fahrzeugtechnisches Kulturgut. Um dieses Kennzeichen zu beantragen sind allerdings einige Voraussetzungen zu erfüllen.

Für die Zulassung müssen die originalen Einzelteile der gekauften Maschine enthalten sein. Dies gilt sowohl für die Kraftstoffanlage sowie auch die Sitzfläche des Fahrzeugs.

Neben dem erforderlichen Gutachten sowie der notwendigen Steuer fallen auch Kosten für eine etwaige Versicherung an. Anhand des Gutachtens wird der Wert des Fahrzeuges bestimmt, welcher als Leitfaden zur Bestimmung deiner Prämien dient. Abhängig von dem von dir gewünschten Schutzumfang liegt der Betrag zwischen etwa 0,5 % und 1,5 % des Fahrzeugwertes.

Kann ich mich und mein Motorrad auch gegen Schäden an Dritten versichern?

Bei Unfällen mit dem Motorrad können neben Verletzungen und Mängel des Fahrzeuges auch Schäden an Dritten entstehen. Um dich vor diesen finanziellen Belastungen schützen zu können, gibt es auch für Motorräder eine sogenannte Haftpflichtversicherung. Abhängig von dem von dir ausgewählten Tarif können Schäden bis zu einer bestimmten Versicherungssumme abgedeckt werden.

Selbst wenn du mit deinem Motorrad Schäden in Millionenhöhe verursachst, kann dich die Haftpflichtversicherung vor den finanziellen Aufwendungen schützen. Abhängig vom jeweiligen Anbieter kann jedoch auch eine Rückstufung deinerseits erfolgen. (Bildquelle: unsplash.com / Daniel Thürler)

Im Gegensatz zur einer Motorradversicherung ist eine Haftpflichtversicherung laut deutschem Gesetz vorgeschrieben. Bereits bei der Anmeldung deines Fahrzeuges musst du dafür eine Bescheinigung vorlegen. Sollte es sich beim Kauf um ein Neufahrzeug handeln, wird ggf. ebenfalls eine Motorradversicherung verlangt.

Entscheidung: Welche Arten von Motorradversicherungen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Wenn du eine Motorradversicherung abschließen möchtest, kannst du prinzipiell zwischen zwei Optionen wählen. Diese sind

  • Teilkasko-Motorradversicherung
  • Vollkasko-Motorradversicherung

Welche Unterschiede bzw. Vor- und Nachteile die beiden Möglichkeiten mit sich bringen, erfährst du in den nachfolgenden Absätzen.

Worum handelt es sich bei einer Teilkasko-Motorradversicherung und wo liegen ihre Vor- und Nachteile?

Mithilfe einer Teilkasko-Versicherung bist du gegen Schäden versichert, die du nicht selbst zu verantworten hast. Dies beschränkt sich allerdings hauptsächlich auf durch die Natur verursachten Schäden wie beispielsweise Brände oder auch Unfälle mit Tieren. Parkschäden und Vandalismus sind dabei nicht inkludiert.

Grundsätzlich solltest du ein Teilkaskoversicherung in Betracht ziehen, wenn dein Fahrzeug nicht älter als fünf Jahre ist. Der Vorteil hierbei besteht darin, dass du im Falle einer Teilkaskoversicherung tendenziell nicht mit einem Selbstbehalt rechnen musst. Besonders für Erstbesitzer eines Motorrad ist diese Variante deshalb besonders empfehlenswert.

Vorteile
  • Günstige Versicherung
  • Deckt gegen häufige Schäden ab
  • In der Regel keine Selbstbeteiligung
Nachteile
  • Selbstverschuldete Unfälle nicht berücksichtigt
  • Schäden durch Parken werden nicht berücksichtigt
  • Vandalismus durch Dritte nicht berücksichtigt

Worum handelt es sich bei einer Vollkasko-Motorradversicherung und wo liegen ihre Vor- und Nachteile?

Mithilfe einer Vollkasko-Versicherung werden all jene Bereiche berücksichtigt, die im Rahmen einer Teilkasko-Versicherung nicht greifen. Somit kannst du auch im Falle von selbstverschuldeten Mängeln sowie unverschuldete Schäden durch Dritte eine Absicherung genießen.

Eine Vollkasko-Versicherung ist vor allem dann empfehlenswert, wenn dein Fahrzeug eine etwas kostenintensivere Neuanschaffung ist. In diesen Fällen können Schäden eine zusätzliche, schwere finanzielle Belastung darstellen. Im direkten Vergleich zur Teilkaskoversicherung sind die Tarife zwar höher, jedoch gibt es fast keine Schäden die nicht berücksichtigt werden.

Vorteile
  • Umfangreicherer Schutz
  • Vandalismus durch Dritte berücksichtigt
  • Parkschäden berücksichtigt
Nachteile
  • Teure Versicherung
  • Selbstbehalt inkludiert
  • Motorschäden nicht berücksichtigt

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Motorradversicherungen vergleichen und bewerten

Selbst wenn du dich entschieden hast, ob eine Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung zu deinen Präferenzen passt, kannst du die einzelnen Tarife noch anhand weiterer Kriterien vergleichen. Dabei handelt es sich um

  • Höhe der Prämien
  • Versicherungssumme
  • Vertragslaufzeit
  • Höhe der Selbstbeteiligung
  • Berücksichtigung bestimmter Schadenstypen
  • Höhe der Wartezeit
  • Schutz im Ausland

Höhe der Prämien

Obwohl sich sowohl Teilkasko- als auch Vollkasko jeweils in ihrer grundlegenden Konzeption ähnlich angeboten werden, können Anbieter unterschiedliche Preise verlangen. Abhängig vom jeweiligen Anbieter kann vor allem die Inkludierung einer Selbstbeteiligung maßgeblichen Einfluss auf die Kosten nehmen.

Versicherung Selbstbeteiligung Kostenrahmen jährlich
Teilkasko Ja Ab 200 €
Teilkasko Nein Ab 280 €
Vollkasko Ja Ab 1000 €
Vollkasko Nein Ab 2000 €

Obwohl es sich hierbei eher um Richtwerte handelt, solltest du dadurch Vorstellung erhalten, mit welchen Kosten du rechnen musst. Unabhängig davon, solltest du einzelne Versicherungen unbedingt miteinander vergleichen. Insbesondere wenn das Versicherungsangebot ähnlich gestaffelt ist, könntest du dir dadurch ggf. unnötige Zusatzkosten ersparen.

Versicherungssumme

Ob der Neupreis der Maschine erstattet werden kann, ist  von deiner Versicherung abhängig.

In welchem finanziellen Ausmaß eine Versicherung jährlich greift, ist ebenfalls ein Faktor, welcher von diversen Anbietern unterschiedlich ausgelegt wird. Oft sind dadurch bestimmte Schadensgruppen finanziell eingeschränkt.

Dies kann sowohl bei Schäden durch Tiere als auch beispielsweise bei Zusatzausrüstungen zur Anwendung kommen.Grundsätzlich sichert die Versicherung im Schadensfall nur den Zeitwert des Fahrzeuges ab.

Dies entspricht jenem Wert, welchen das Fahrzeug zu dem Zeitpunkt besitzt.

Abhängig von deinen vertraglichen Bedingungen kann jedoch auch eine Neupreisentschädigung festgelegt sein. Sollte dies der Fall sein, kann dein Motorrad im Falle eines Totalschadens in der Höhe des Kaufpreises refundiert werden.

Vertragslaufzeit

Wenn du einen Vertrag für eine Motorradversicherung abschließt, solltest du auch das Kriterium der Vertragslaufzeit berücksichtigen. Speziell im Fall von niedrigeren Prämien kann es öfter vorkommen, dass du länger an deinen Vertrag gebunden bist. Grundsätzlich beträgt die Laufzeit im Durchschnitt ein Kalenderjahr.

Grundsätzlich erhältst du auf deine Prämien einen Rabatt von etwa 5 % bis 10 %, wenn du dich längerfristig bindest. In diesem Fall bestehen Versicherungsanbieter im Normalfall auf eine Laufzeit von etwa 3-4 Jahren. In Bezug auf die Vertragslaufzeit solltest du unbedingt zwei zusätzliche Aspekte beachten.

  • Viele Versicherungen verlängern den Vertrag nach Ablauf gerne automatisch. Solltest du den Schutz nicht mehr in Anspruch nehmen wollen, solltest du die notwendigen Fristen im Auge behalten.
  • Solltest du deinen Vertrag vor dessen Ablauf kündigen wollen, musst du etwaige gewährte Rabatte an deine Versicherung zurückzahlen. Dies gilt auch dann, wenn du dein Auto verkauft hast.

Höhe der Selbstbeteiligung

Wie bereits zuvor angesprochen, ist die Selbstbeteiligung im Schadensfall in Zusammenhang mit den Prämien ein wesentliches Kriterium. Grundsätzlich gibt es diesbezüglich verschiedene Staffelungen, die auf einem proportionalen System aufgebaut sind. Je höher der festgelegte Selbstbehalt, umso weniger musst du für deine Prämie zahlen.

Solltest du eine Teilkaskoverischerung mit Selbstbeteiligung abschließen, kann die Höhe der Prämie im direkten Vergleich bis um etwa 100 € niedriger sein. Dies entspricht einer Beteiligung von etwa 150 € im Schadensfall.

Solltest du eine detaillierte Risikoabschätzung durchgeführt haben, kannst du auch eine deutlich höhere Selbstbeteiligung festlegen. Viele Anbieter ermöglichen hierbei Beträge auch im vierstelligen Bereich. Solltest du dich für eine Vollkaskoversicherung mit hohem Selbstbehalt entscheiden, kannst du dir im direkten Vergleich nochmal deutlich mehr Prämienkosten ersparen.

Berücksichtigung bestimmter Schadenstypen

In bereits angeführten Absätzen dieses Artikels konntest du dich über die grundlegenden Unterschiede zwischen Voll- und Teilkasko in Bezug auf die Schadensabdeckung bereits informieren. Nichtsdestotrotz sind hier dennoch einige Unterschiede in Bezug auf bestimmte Schadenstypen vorzufinden.

Insbesondere in Bezug auf etwaige Sonderausstattungen sind einige Versicherungen im Schadensfall mit Ausnahmen behaftet. Dazu gehören beispielsweise Navigationsgeräte oder Radios. (Bildquelle: unsplash.com / Harley-Davidson)

Obwohl eine bereits eine Teilkaskoversicherung dich vor natürlich herbeigeführten Schäden bewahrt, gibt es beispielsweise auch hier diverse Einschränkungen. Spezielle Tierarten oder auch besondere Elementarschäden wie etwa durch Lawinen werden hierbei nicht immer berücksichtigt. Im Zweifelsfall solltest du dich zuvor beim jeweiligen Anbieter erkundigen.

Höhe der Wartezeit

Sowohl bei Motorradversicherungen als auch bei anderen Versicherungspolicen ist eine sogenannte Wartezeit inkludiert. Im Schadensfall musst du somit erst eine Frist abwarten, bis du die Kosten von deinem Anbieter rückerstattet bekommst. Für die Höhe dieses Zeitraums gibt es ebenfalls keine einheitliche Staffelungen seitens der diversen Anbieter.

Die Wartezeit im Falle einer Motorradversicherung kann sowohl Wochen als auch Monate betragen. Unabhängig davon musst du beachten, dass Schadensfälle während der Wartezeit nicht durch deinen Versicherungsnehmer abgedeckt werden können. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie etwa einem eben vollzogenen Versicherungswechsel, kann die Wartezeit auch gänzlich entfallen.

Eine übersichtliche Zusammenfassung zu dem Thema bietet dir das nachfolgende Video.

Schutz im Ausland

Solltest du mit deinem Motorrad öfter is Ausland reisen, sollte ein europa- bzw. weltweiter Schutz im Idealfall in deiner Versicherungspolice angeführt sein. Aufgrund verschiedener Rechtssysteme können Entschädigungen ohne Versicherung deutlich geringer ausfallen. Um dieselben Vorteile wie in Deutschland genießen zu können, solltest du diesen Aspekt berücksichtigen.

Mit einem Auslandschutz werden Schadensfälle nach deutschem Versicherungsrecht abgegolten.

Falls dein Schutz auch außerhalb Deutschlands Gültigkeit besitzt, kann es jedoch vorkommen, dass für Schäden im Ausland eine Höchstsumme festgelegt wird. Dies kann sowohl den Ersatz von Schäden als auch eventuell notwendige Transportkosten betreffen.

Bei einigen Anbietern kann auch eine zusätzliche Staffelung für Aufenthalte außerhalb Europas bestehen. Um diesbezüglich finanzielle und organisatorische Schwierigkeiten vermeiden zu können, solltest du dich von den jeweiligen Anbietern im Detail aufklären lassen.

Trivia: Was du sonst noch über Motorradversicherungen wissen solltest

Über jene Kenntnisse, die vor dem Abschluss einer Motorradversicherung wesentlich sind, bist du nun im Detail informiert. Damit auch die Zeit nach deiner Unterschrift problemlos verläuft, erhältst du abschließend noch ein paar zusätzliche Informationen.

Kann ich meine Motorradversicherung von der Steuer absetzen?

Ob eine Motorradversicherung steuerlich absetzbar ist, kann nicht mit einer einfachen Verneinung oder Bestätigung beantwortet werden. Während gewerbliche Versicherungen stets unter Firmenausgaben berücksichtigt werden, ist die Anwendung im Falle einer Privatnutzung etwas komplizierter.

Sollte dein Motorrad im Rahmen einer Haftpflichtversicherung geschützt sein, kannst du diese als „Sonstige Vorsorgeaufwendungen“ abschreiben lassen.(2)Dies gilt deswegen da hierbei persönliche Lebensrisiken versichert werden. Im Falle einer Sachversicherung, wie etwa einem Teil- oder Vollkaskoschutz für dein Motorrad, kommt diese Regelung tendenziell nicht zur Geltung.

Kann eine Motorradversicherung in eine Autoversicherung umgewandelt werden?

Solltest du dein Motorrad gegen einen PKW eintauschen wollen, kannst du eine bereits abgeschlossene Versicherung auch auf dein neues Fahrzeug übertragen lassen. Zur Bestimmung der zu zahlenden Beiträge wird jener Zeitraum, den du unfallfrei gefahren bist, als Grundlage herangezogen.

Trotz dieser Regelung kann die Schadensfreiheitsklasse nicht 1:1 auf dein Auto übertragen werden. Dies liegt daran, dass sowohl Tarifstaffelungen als auch Rabatte jeweils unterschiedlich aufgestellt sind. (Bildquelle: 123rf.com / Vasyl Dolmatov)

Die genauen Beträge müssen somit anhand der Berücksichtigung jener Faktoren vom jeweiligen Anbieter errechnet werden. Neben der Schadensfreiheit muss da Motorrad auch sechs Monate im Jahr aktiv gewesen sein, damit du sie selbe Tarif- und Schadensfreiheitsstufe übernehmen kannst.

Bildquelle: 123rf.com / Lukas Gojda

Einzelnachweise (2)

1. Redaktion: Leichtkraftrad-Versicherung
Quelle

2. Redaktion: Versicherungen absetzen – das gilt es zu beachten
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Financescout24 (Wissenschaftlicher Artikel)
Redaktion: Leichtkraftrad-Versicherung
Gehe zur Quelle
Steuerberaterguide.de (Wissenschaftlicher Artikel)
Redaktion: Versicherungen absetzen – das gilt es zu beachten
Gehe zur Quelle