Willkommen bei unserem großen Putzschiene Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Putzschienen. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Putzschiene zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir eine Putzschiene kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Putzschienen sind Hilfsmittel, nicht für den Hausputz, sondern für das Verputzen von Wänden.
  • Sie helfen, den Putz gleichmäßig aufzutragen und zu halten, daneben gibt es viele Varianten mit zusätzlichen Funktionen.
  • Der Standort der Wand, der Putz und das Material der Schiene müssen aufeinander abgestimmt sein.

Putzschiene Test: Das Ranking

Platz 1: 10 Meter | Trockenbau Eckschienen PVC 90°

Dieser Kantenschutz aus PVC mit 2 cm breiten Flügeln ist wetterresistent und daher für Innen- und Außeneinbau geeignet. Dank der gestanzten Oberfläche kann die Schiene angespachtelt werden.

Kunden schätzen den leichten Zuschnitt und die Biegsamkeit des Materials, dank der sich die Flügel auch etwas über 90 Grad öffnen lassen. Der Preis, umgerechnet auf einen Meter, ist unterdurchschnittlich.

Platz 2: 50 Stab je 2m Alu-Eckwinkel geprickelt Trockenbauprofile Putzprofile Putz

Das Kantenprofil, bestehend aus 4 mm dickem Aluminium, ist sehr formstabil und bietet guten Kantenschutz im Trockenbau. Die Oberfläche ist gelocht und geprickelt und hält damit den Putz gut.

Auch die 2,4cm breiten Flügel erleichtern die Befestigung. Das Profil wird in zwei Metern Länge und im Mehrfachpack geliefert. Der Preis ist durchschnittlich.

Platz 3: 40 Meter | Fugen Schnellputzprofil für Innen und Außen | PVC

Das Schnellputzprofil aus PVC ist wetterfest, rostfrei und damit für Innen- und Außenwände geeignet. Das Material ist mit allen Arten von Putz kompatibel.

Minimale Putzstärken von 5mm sind möglich. Das Profil ist nur an den Rändern gelocht und glatt. Kunden schätzen die schnelle Lieferung und einfache Befestigung. Der Preis ist durchschnittlich.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Putzschiene kaufst

Was ist eine Putzschiene?

Putzschienen sind lange dünne Leisten mit einer Wölbung in der Mitte. Du befestigst sie an der Wand, bevor du diese verputzt, dann streichst du den Putz über die Schienen. Diese bleiben dann in der Wand und sind nicht mehr zu sehen.

Nein, so soll weder die Wand in deinem behaglichen Zuhause aussehen, noch deine Garage. Um hier wieder eine glatt verputze Oberfläche herzustellen, ist jedes Hilfsmittel recht. (Bildquelle: Unsplash.com/Kristen Sturdivant)

Diese Schienen oder Profile helfen dir die Wand gleichmäßiger zu verputzen:

  • Zum Einen geben sie Orientierung, wie dick man den Putz auftragen muss, nämlich so dass alle Putzschienen gerade verschwinden. Wenn die Putzschienen dann gleich hoch sind, ist auch der Putz übrall gleich dick.
  • Außerdem verleihen sie der Putzmasse Form. Je nach Ausführung können sie darüber hinaus noch ganz unterschiedliche Funktionen erfüllen.

Aus welchen Materialien können Putzschienen bestehen?

Putzschienen bestehen aus Metall oder Kunststoff mit vielen Unterarten. Die gängigsten Metalle: Edelstahl, Aluminium und Stahl. Als Kunststoff findet man meistens PVC.

Ebenso wichtig wie das Material ist dessen Behandlung. Stahl kannt verzinkt, beschichtet oder beides sein. Manche Teile sind aber auch mit PVC überzogen.

Welches Material du brauchst hängt ganz davon ab, wo und wozu du die Putzschiene verwenden willst, dazu kommen jetzt noch mehr Infos:

An welcher Wand wilst du die Putzschiene anbringen?

Die wichtigste Frage ist zunächst, ob es um eine Wand im Haus oder eine Außenwand geht. Letztere ist natürlich viel stärkeren äußeren Einflüssen ausgesetzt.

Entsprechend resistent muss das Material der Putzschiene sein. Für Draußen eignen sich normalerweise alle Metallprofile. Besonders robust ist Edelstahl.

Die gleichen Anforderungen gelten übrigens in Innenräumen, die sehr feucht sind. Das kann entweder das Bad sein, oder eine Raum in Erdbodennähe, wie die Garage.

Metallschienen sind dann natürlich auch einem Einsatz in Innenräumen gewachsen. Hier darf dann auch PVC zur Anwendung kommen.

An welcher Stelle der Wand brauchst du die Putzschiene?

In die Mitte deiner Wand kannst du das einfachste Profil platzieren: Das ist wie beschrieben eine Leiste mit einer Erhebung entlang der Mitte, die flach aufliegt.

Andere Zonen der Wand sind eher Problemzonen, allen voran die Kanten. Deshalb gibt es zig speziell geformte Profile für diese Stellen.  Einige davon stellen wir im Entscheidungsteil vor.

Welchen Putz solltest du verwenden?

Es gibt sehr viele Arten von Putz und drei Hauptstoffe für Putzprofile mit vier möglichen Behandlungen. Es lassen sich also sehr viele Kombinationen aus Putz und Profilmaterial bilden.

Die Kombination ist nicht egal: Die Schienen verschwinden ja im Putz, ihr Material darf also nicht mit dessen Inhaltsstoffen reagieren. Die meisten Zusammenstellunge funktionieren mit ein paar Ausnahmen:

Metall Verträgt sich nicht mit…
Edelstahl Geht mit allem
Aluminium Sanierputz
Verzinkter Stahl mit Beschichtung Sanierputz
Verzinkter Stahl mit PVC Sanierputz, Lehmputz
Verzinkter Stahl ohne Beschichtung Silikatputz, Kunstharzputz, Silikonharzputz, Sanierputz und Lehmputz

Die „störrischen“ Materialien sind also Sanierputz, der nur mit Edelstahl zusammengeht und verzinkter Stahl ohne Beschichtung.

Einen Sonderfall stellen verzinkte Stahlprofile mit PVC-Überzug dar. Die Variante mit glatter Oberfläche muss man nach dem Verputzen wieder freikratzen, sodass die Oberseite zu sehen ist.

Wichtig: Putz und Putzschiene immer aufeinander abstimmen!

Was kostet eine Putzschiene?

Es gibt sehr viele Varianten von Putzschienen, der Preis bewegt sich aber für alle in einem sehr moderatem Rahmen, auch weil oft große Packs zu erstehen sind.

Ein Meter PVC Profil ist umgerechnet schon für 40 Cent zu haben. Auch etwas aufwendigere Modelle gibt es schon für gut zwei Euro, teurer als 10 Euro wird es meistens nicht.

Edelstahl-Teile sind entsprechend dem Materialpreis tendentiell teurer, das hängt aber auch stark von der Verarbeitung ab.

Wo kann ich Putzschienen kaufen?

Marktführer für Profile aller Art ist in Europa nach eigenen Angaben Protektor, für Putzprofile bietet die Firma über vierhundert Varianten.

Neben solchen Spezialisten sind Amazon und Ebay wie bei allem anderen auch, verlässliche Anlaufstellen. Fündig wirst du aber auch im Einzelhandel bei allen Experten fürs Bauen und Handwerken, also:

  • Bauhaus
  • Obi
  • Hagebaumarkt
  • toom baumarkt
  • globus baumarkt
  • Hornbach

Welche Alternativen gibt es zu einer Putzschiene?

Die Alternative ist logischerweise, ohne Schienen zu verputzen. Die Nachteile der Freihandlösung sind aber inzwischen wahrscheinlich klar geworden.

Man kann sich aber auch das freihändige Verputzen leichter machen: Üblicherweise trägt man Putz mit der Kelle auf. Das erfordert aber Übung

Heutzutage gibt es aber auch „Rollputz“ oder „Streichputz.“ Wie die Namen schon sagen, arbeitest du hier mit einer Rolle oder dem Pinsel, ähnlich wie beim Streichen.

Diese Werkzeuge sind deutlich leichter zu handhaben. Dann bist du auch nicht mehr so auf das Hilfsmittel Putzschiene angewiesen.

Entscheidung: Welche Arten von Putzschienen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Profile kann man ganz einfach in Außen- und Innenputzprofile unterteilen – je nachdem, ob sie für draußen oder drinnen gedacht sind. Die beiden Typen unterscheiden sich aber höchsten im Material.

Deshalb kategorisieren wir die Produkte nach ihrer Funktion und der Stelle, wo sie angebracht werden, wie das im Ratgeberteil schon angeklungen ist.

Die wichtigsten Typen sind dann:

  • das flache Profil
  • das Eckprofil
  • die Anputzleiste

Was zeichnet eine Putzschiene mit flachem Profil aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Dieses Basismodell haben wir schon zweimal beschrieben: Ein Profil mit flacher Grundfläche für die flache Wand. Es hilft den Putz gleichmäßig dick aufzutragen. Die Profile akkurat auszurichten ist jedoch nicht einfach.

Das ist sein Hauptzweck. Man könnte es auch als optischer Trenner zur Geltung bringen oder eine Fuge damit überkleben. Die Mitte der Wand könnte man aber wahrscheinlich am ehesten ohne Schienen schön verputzen.

Vorteile
  • Orientierung für Putzstärke
  • Eventuell optischer Marker
  • Eventuell Fugenverschluss
Nachteile
  • Schwierig auszurichten
  • Nur einmal verwendbar

Was zeichnet eine Putzschiene mit Eckprofil aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Die Ecke zwischen zwei Wänden oder irgendwelchen Flächen bereitet Probleme:

  • Sie ist empfindlich für Stöße.
  • Die Kante selbst lässt sich schlecht streichen.
  • Von beiden Seiten quillt der Putz über.

Diese Probleme löst ein Eckprofil, auch Kantenprofil, Kantenschutz oder Winkelprofil genannt. Diese Variante hat immer zwei „Flügel,“ die rechtwinklig zueinander stehen.

Vorteile
  • Schutz vor Stößen
  • Sauberer Abschluss
  • Leichte Ausrichtung
Nachteile
  • Auf eine Stelle beschränkt
  • Etwas schwieriger zum Schneiden

So können sie sich um die Nahtstelle legen. Damit schützen sie die Kante vor dem Abbröckeln, fangen überschüssigen Putz ein und bilden insgesamt einen schönen Abschluss.

Was zeichnet eine Anputzleiste aus  und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Die Anputzleiste platziert man auch an einer Nahtstellen und zwar dort, wo eine verputzte und eine unverputzte Fläche aufeinanderstoßen.

Das beste Beispiel ist ein Fensterrahmen und die umliegende Fensteröffnung oder entsprechend Türrahmen und Türöffnungen.

Vorteile
  • Optischer Übergang
  • Dichtung und Dämmung
Nachteile
  • Schwierig anzubringen
  • Detailarbeit nötig

Hier bildet die Anputzleiste nicht nur einen optischen Übergang, sie dichtet auch die Fugen gegen eindringende Feuchtigkeit ab. Daher bestehen Anputzleiste unter anderem auch aus einem Schaumstoffeinsatz.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Putzschienen vergleichen und bewerten

Im Folgenden bekommst du einen kurzen Überblick, anhand welcher Kriterien du die verschiedensten Putzschienen miteinander vergleichen und dementsprechend bewerten kannst.

Im Prinzip handelt es sich dabei um:

  • Passende Stärke
  • Einfacher Zuschnitt
  • Unempfindlichkeit für Nässe
  • Griffige Unterlage für Putz

Passende Stärke

So hoch wie dein Profil wird am Ende dein Putzbelag plus einer dünnen Deckschicht. Die Stärke des Profils musst du daher entsprechend auswählen.

Eine DIN-Norm gibt einen Rahmen vor, wie „stark“ Putz sein sollte:

Putztyp Mindeststärke (mm)
Außenputz 15mm
Unterputz 15mm-20mm
Armenierputz (mit Gewebe) Normalerweise 5mm

Einfacher Zuschnitt

Der Hersteller kennt die Maße deiner Mauer natürlich nicht und liefert die Schienen daher in Standardgrößen, zum Beispiel 2,5 Meter. Manche Bänder lassen sich sogar rollen.

Die musst du dann entweder kürzen oder zusammenstückeln. Wähle also ein Material, das sich leicht zuschneiden lässt, oder genauergesagt eines, für das du die passenden Werkzeuge hast. Meist reicht eine Metallschere.

Schienen nicht unnötig zerstückeln, wenn eine nicht reicht, unten die Originallänge und oben das Ergänzungsstück einsetzen.

Idealerweise macht der Hersteller auch Angaben, wie und womit man das entsprechende Profil am besten trimmt.

Unempfindlichkeit gegen Nässe

Alle Putzschienen kommen mit Putz in Kontakt und der enthält immer einen gewissen Anteil an Wasser. Damit muss das Putzprofil deiner Wahl klarkommen.

Wähle also ein Material, das nicht rostet. Das sind zum Beispiel Aluminium oder natürlich alle Arten von Kunststoff.

Wenn du aber trotzdem ein Bauteil aus Eisen oder Edelstahl willst, achte darauf, ob diese beschichtet oder verzinkt sind. Beides senkt die Gefahr von Rost.

Griffige Unterlage für Putz

Eine Funktion von den Schienen ist, dem Putz eine Unterlage zu bieten. Mit diesem befestigt man wiederum auch die Schienen selbst an der Wand.

Daher muss der Putzmörtel an der Oberfläche auch halten können. Dazu muss die Oberfläche am besten rau oder durchbrochen sein. Deshalb bestehen einige Modelle auch gleich aus Metallgittern, wie hier:

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Putzschiene

Wie befestige ich Putzschienen und worauf muss ich achten?

Schritt 1: Wand vorbereiten

Die Wand muss vor dem Verputzen möglichst eben sein. Dafür muss man etwaige größere Löcher schon mit Mörtel verfüllen. Eventuell ist eine Grundierung erforderlich.

Schritt 2: Profile vorbereiten

Die Profile musst du natürlich erstmal auf die richtige Länge zuschneiden. Dann werden ihre Positionen an der Wand angezeichnet: Der Abstand sollte nicht mehr als 1,50 Meter betragen.

Schritt 3: Schienen befestigen

Schienen befestigt man nur mit dem vorgesehenen Wandputz. Diesen einfach punktuell oder in einem Band an die Wand klatschen. Dann die Profile eindrücken.

Bei Profilen keine Schrauben oder ähnliches verwenden, damit könnte man die Beschichtung beschädigen!

Schritt 4: Profile ausrichten

Jetzt erstmal die Profile genau lotrecht ausrichten. Ein Senkblei hilft dabei.

Am Wichtigsten ist aber, sie alle auf eine Höhe zu bringen. Dazu eine Latte quer an alle Profile anlegen.

Profile müssen unbedingt genau gleich weit aus der Wand herausragen, sonst wird auch der Putz uneben.

Du kannst Korrekturen vornehmen, indem du ein Profil etwas weiter in den Mörtel drückst und im Zweifelsfall eben wieder herausreißt.

Wenn du die absolute Gleichmäßigkeit erreicht hast, kann es mit Verputzen losgehen. Und das alles gibt es hier nochmal zum Anschauen:

Do’s and Don’ts beim Verputzen?

Verputzen ist eine eigene Wissenschaft: Den richtigen Putz wählen, fachgerecht anrühren, fachgerecht aufbringen – dazu gibt es eine Menge Faustregeln.

Hier drei Don’ts:

  • Kein harter Putz auf weichen Untergrund! Sonst kann er nicht rissfrei trocknen. „Weich auf hart!“
  • Einmal feuchtgewordenen Putz nicht mehr verwenden, alles möglichst luftdicht lagern.
  • Nicht bei Minus-Temperaturen arbeitn sonst trocknet die Mörtelmasse nicht.

Und hier ein paar Do’s:

  • Genug Zeit für die Vorbereitung der Wand einplanen, also Abschlagen, Grundieren etc.
  • Beim Mörtelmischen immer an die Anleitung halten, nicht improvisieren.
  • Auf schwerzugängliche Stellen extra achten, zum Beispiel unter einem Fensterbrett. Sonst entstehen Eintrittspforten für Zugluft.

Zum Glück gibt es reichlich Tutorials online, bei denen du dir den richtigen Kellenschwung abgucken kannst, hier zum Beispiel:

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.vbd-ev.de/inhalte/Mitgliederbereich/images/2009/VBDinfo/Info-1-09-Putzprofile-Sockelschienen-Anputzleisten.pdf

[2] https://www.dbz.de/download/468851/putzmerkblatt_Mauerwerk.pdf

[3] https://www.sanier.de/malerarbeiten/putz/putzarten

Bildquelle: 123rf.com / kaster

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