Die heißen Sommermonate stehen vor der Tür und es ist Zeit für einen Reifenwechsel? Zudem interessierst du dich für Reifen deren Reifenprofil auch bei hohen Temperaturen nicht so schnell abgetragen werden? Die Anschaffung von Sommerreifen ist die Antwort auf all diese Fragen. Aber wie wähle ich überhaupt die passenden Sommerreifen aus und wie wechsele ich sie aus?

Egal ob du dich für Ganzjahresreifen, Standard- oder Runflat-Sommerreifen interessierst, präsentieren wir dir in unserem Sommerreifen Test 2019 die Sommerreifen, mit der geringsten Geräuschemission und höchster Fahrstabilität. Mit weiteren interessanten Fakten zum Aquaplanning und Lagerung versorgen wir dich zudem.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Sommerreifen haben im Gegensatz zu Ganzesjahres- und Winterreifen den entscheidenden Vorteil, dass das Reifenprofil in den heißen Sommermonaten nicht zu schnell abgetragen wird.
  • Abgesehen von klassischen Sommerreifen und Ganzjahresreifen kannst du dich auch noch für Runflat-Sommerreifen entscheiden, die mit stärkeren Seitenwänden ausgestattet sind.
  • Die wichtigsten Faktoren und Kennzahlen, die bei Sommerreifen beachtet werden sollten, sind der Kraftstoffverbrauch, die Geräuschemission, die Bremseigenschaften und die Fahrstabilität.

Sommerreifen Test: Favoriten der Redaktiong

Die besten Sport Sommerreifen

Der Dunlop Sport BluResponse ist ein Sommerreifen mit sehr guter Nasshaftung und top Effizienz. Er überzeugt mit kraftstoffsparendem Design, kürzeren Bremswegen und mit optimierter Konstruktion. Wenn du maximale Fahrfreude in Verbindung mit einem günstigen Preis suchst, hast du im Dunlop Sport BluResponse die ideale Lösung gefunden.

Der Sommerreifen des weltbekannten Herstellers weist in allen Bereichen nahezu perfekte Eigenschaften auf und hat das auch in vielen Tests bewiesen. Besonders in Punkto Sicherheit und Kraftstoffverbrauch ist der Reifen unschlagbar und überzeugt unsere Redaktion als eines der besten Sommerreifen-Modelle.

Besonders in Punkto Sicherheit und Kraftstoffverbrauch ist der Reifen unschlagbar und überzeugt unsere Redaktion als eines der besten Sommerreifen-Modelle. Der Dunlop Sport BluResponse ist ein Standard-Sommerreifen.

Die besten Sommerreifen der Energieklasse B

Der Michelin Energy Saver+ zeichnet sich laut Hersteller durch seine Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und seine Umweltfreundlichkeit aus. Wenn du einen ökonomischen Reifen suchst, der länger hält, die Umwelt schützt und der dazu noch sehr gut auf trockener Fahrbahn haftet, könntest du dich für dieses Reifenmodell interessieren.

Dieses hier vorgestellte Reifenmodell ist seinen Vorgängern in diesen Eigenschaften um einiges voraus. Geeignet ist der Sommerpneus für Stadtfahrzeuge, Minivans und Limousinen. Das Besondere des Reifens ist der neue Eco-Grip Compound rubber mix, der für eine optimale Haftung auf der trockenen Fahrbahn sorgt.

Die besten umweltfreundlichen Sommerreifen

Ein Sommerreifen, der seine Besonderheit in seiner Vielfalt hat: Der Pirelli Cinturato P7 ist ein sogenannter Alleskönner. Neben gutem Grip hat er eine hohe Leistung zu bieten und ist zudem noch kraftstoffsparend. Zusätzlich punktet er mit einem leisen Rollgeräusch, einer sehr guten Bremsleistung und ist auch im Handling ein Sieger.

Klassische Premium-Technologien und Sicherheits-Features werden bei diesem Reifenmodell kombiniert. Umweltfreundliche Materialien und geringer Rollwiderstand sorgen für eine Reduktion des CO2-Ausstoß.

Die besten Sommerreifen im oberen Preissegment

Perfekter Grip kombiniert mit optimalen Handling in jeder Fahrsituation. Der ContiPremiumContact 5 bietet perfektes Handling und hervorragenden Grip auf allen Straßen.

Kurze Bremswege bei trockener und nasser Fahrbahn sind ein weiteres Highlight. Dank seiner neu entwickelten Technologie haftet der Reifen besonders gut auf nasser und trockener Fahrbahn.

Die besten EfficientGrip Sommerreifen

Einer der besten Reifen auf dem Markt ist der Goodyear Efficientgrip Performance, wie aus dem ADAC-Vergleichstest hervorgeht. Der Goodyear ist ein starker Sommerreifen, der durch seine neue Active Wear Control Technology für optimale Balance aus Rollwiderstand und Grip bei Nässe sorgt.

Neue Technologien machen kurze Bremswege bei Trockenheit möglich sowie niedrigen Rollwiderstand und gute Hochgeschwindigkeitsstabilität. Zudem sorgen stabile Mittelrippen für direktes Lenkansprechverhalten. Das niedrige Abrollgeräusch sorgt für ein komfortables Fahrgefühl.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Sommerreifen kaufst

Was ist der Unterschied zwischen Sommer- und Winterreifen?

Die Temperaturen steigen und der Frühling sorgt für die ersten warmen Tage des Jahres. Sobald die Temperaturen konstant über 7 °C bleiben, sollten Autofahrer auch an den halbjährlichen Reifenwechsel denken.

Für die richtige Kaufentscheidung ist eine Beratung vom Fachmann empfehlenswert. Ein Vorteil dabei ist auch, dass du dir die Reifen vor Ort anschauen kannst. (Bildquelle: manfredrichter / Pixabay.com)

Der Unterschied zwischen Sommer- und Winterreifen ist entscheidend. Beide Reifentypen werden bei der Herstellung optimal an die jeweiligen Wetterbedingungen angepasst.

Wenn Autofahrer auf die saisongerechte Bereifung verzichten, ist nicht nur die Fahrsicherheit eingeschränkt, sondern auch das Unfallrisiko höher. Daher ist es wichtig, dass du deine Reifen pünktlich zum Saisonstart wechselst.

Wie wähle ich den richtigen Sommerreifen?

Durch die große Auswahl, ist es nicht immer leicht, einen passenden Reifen zu finden. Viele Faktoren beeinflussen die Kaufentscheidung. Um dir deine Wahl zu erleichtern, kannst dir beispielsweise überlegen, welches Fahrverhalten du hast. Bist du eher ein Raser oder fährst du lieber gemütlich? Bist du eher ein Vielfahrer oder bist du nur ab und zu in der Stadt unterwegs?

Wenn das der Fall ist, musst du nicht unbedingt den teuersten kaufen. Jedoch solltest du auch hier auf Sicherheit Wert legen, denn auch in der Stadt können Unfälle passieren. Ein Tipp ist, vor dem Kauf Sommerreifen mithilfe von Testberichten anhand deiner Bedürfnisse zu vergleichen.

Hierbei kannst du für dich wichtige Kriterien wie beispielsweise Bremsleistung, Profil, Haftung, Lebensdauer, Preis gegenüberstellen und anhand dieser, deinen Favoriten finden.

Testberichte und Vergleiche gibt es auf verschiedenen Seiten im Internet oder in Automagazinen. Auch Stiftung Warentest und der ADAC bewerten und testen Eigenschaften, die du in deine Kaufentscheidung einbeziehen kannst.

Natürlich kannst du dir auch Informationen von einem Fachmann in Fachgeschäften oder Werkstätten einholen. Der Vorteil ist hier, dass du dir die Reifen vor Ort anschauen kannst.

Was kosten Sommerräder?

Sommerräder gibt es in ganz unterschiedlichen Preisklassen. Der Preis hängt unter anderem von deinem Fahrverhalten, deinen Bedürfnissen, dem Reifentyp, dem Modell und Hersteller ab.

Die Preise von Sommerrädern klaffen sehr weit auseinander, denn du kannst einen einfachen, günstigen Reifen schon für 30 Euro bekommen oder aber auch um die 900 Euro für vier Räder hinblättern. Im Internet kannst du natürlich auch viele gute Angebote finden. Folgende Seiten geben dir einen guten Überblick über die Reifenpreise:

  • Idealo.de
  • Reifen.check24.de
  • Reifen.de
  • Atu.de

Wann sind Sommerreifen am günstigsten?

Die Idee, günstige Angebote in der Wintersaison zu bekommen, schlägt hier leider fehl. Beim Sommerreifenkauf gelten andere Regeln: Die beste Zeit, gute Angebote zu ergattern, ist kurz vor Saisonbeginn, Ende März bis Anfang April. Hier fallen die Preise rapide und du kannst gute Sommerreifen zu einem günstigen Preis erhalten.

Falls du den günstigen Kaufzeitraum verpasst hast, kannst du es noch einmal im Oktober versuchen, denn hier gibt es ähnliche Preise. Generell solltest du hin und wieder mal die Preise für die Sommerreifen überprüfen, da es garantiert auch zwischendurch mal gute Angebote gibt.

Wo kann ich Sommerreifen kaufen?

Natürlich bieten Werkstätten wie A.T.U eine große Auswahl an Sommerrädern. Hier hast du auch die fachmännische Beratung vor Ort und kannst gleichzeitig die Reifenmontage vornehmen lassen.

Wenn du Informationen zu deinen Reifen wie Reifengröße hast, kannst du dich sicherlich auch im Internet nach guten Angeboten umschauen. Hier sind einige Empfehlungen von Anbietern und Internetshops, die uns positiv aufgefallen sind:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • A.T.U
  • Tirendo.de
  • Reifen24.de
  • Reifendirekt.de
  • Reifen.de

Bei einem Internetkauf hast du den Vorteil, deine Kaufentscheidung anhand von spezifischen Kriterien zu treffen. Faktoren wie Reifenmarke, Preis, Eigenschaften, Größe und Breite, Vorlieben können dir helfen, deine richtige Wahl zu treffen.

Sommerreifen gebraucht oder neu kaufen?

Der Vorteil von gebrauchten Reifen ist sicherlich der geringere Preis. Du kannst hier zwischen 30 und 80 % einsparen. Jedoch stellen Gebrauchtreifen auch ein erhöhtes Risiko dar, da man meistens keine Herstellergarantie hat und der tatsächliche Zustand schwer einzuschätzen ist. Natürlich kannst du hier einen Fachmann zurate ziehen, aber auch das ist mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Falls du dich doch für gebrauchte Räder entscheidest, ist es hier ratsam, auf eine gute Marke und/oder auf eine geringe Abnutzung der Reifen Wert zu legen.

Wir haben für dich die wichtigsten Vor- und Nachteile zusammengefasst:

Neue Reifen

Vorteile
  • Mehr Sicherheit
  • Bessere Qualität
Nachteile
  • Höhere Kosten

Gebrauchte Reifen

Vorteile
  • Ersparnis
Nachteile
  • Zusätzliche Kosten
  • Erhöhtes Risiko
  • Höherer Verschleiß

Alternativ gibt es noch runderneuerte Reifen, die ähnlich wie Schuhe neu besohlt werden. Bei Einhaltung aller industriellen Maßstäbe können sie gut mit neuen Reifen mithalten, jedoch solltest du hier auch mit Einbußen im Verschleiß rechnen. Damit du kein Sicherheitsrisiko eingehst, raten wir dir, auf Produkte anerkannter Hersteller zurückzugreifen.

Wann sollte ich von Winterreifen auf Sommerreifen wechseln?

Auch wenn eine Faustregel besagt, Winterreifen von Oktober bis Ostern zu behalten, solltest du dich lieber am Wetter orientieren. Manchmal ist Ostern sehr früh, so dass noch Glätte und Schnee auf den Fahrbahnen herrscht. Ratsam ist es ab beständigen > 5° den nächsten Sommerreifenwechsel zu planen.

Wo und wie wechsele ich die Sommerreifen?

Natürlich kannst du deine Kompletträder selbst wechseln, jedoch solltest du verschiedene Kriterien berücksichtigen. Wichtig für den Radwechsel ist ein geeignetes Werkzeug:

Wagenheber und Drehmomentschlüssel dürfen hier nicht fehlen! Hierbei solltest du das Anzugsmoment beachten. Informationen dazu findest du im Handbuch des Autos. Gefährlich wird es dann, wenn die Räder zu fest oder zu locker sind.

Du möchtest deine Räder selbst wechseln? Hier noch einmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

Um auf Nummer sicherzugehen, empfehlen wir dir, die Reifenmontage den Profis zu überlassen. Im Gegensatz zum Reifenwechsel von Kompletträdern gestaltet sich der Wechsel von Reifen ohne Felgen deutlich schwieriger. Hierbei muss der Reifen von der Felge gezogen werden.

Werkstätten bieten den Wechsel an und überprüfen gleichzeitig die Sicherheit der Reifen. Sollten die Sommerreifen zu abgenutzt sein, wirst du darauf hingewiesen.

Wie muss ich mich auf den Reifenwechsel vorbereiten?

Du musst kein Reifenspezialist sein, aber es wäre gut, bestimmte Parameter wie die Reifengrößeund den Reifendurchmesser zu kennen. Diese Informationen findest du in den Fahrzeugpapieren oder auf der Rechnung.

Wie lange darf ich Sommerreifen benutzen?

Wie lange du deine Sommerreifen benutzen kannst, kannst du von drei Faktoren abhängig machen. Laut ADAC kannst du dich an 8 bis 10 Jahren orientieren, eine Haltbarkeitsdauer gibt es jedoch nicht. Bei guter Pflege können Sommerreifen recht lange halten.

Gesetzlich ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm Pflicht, die jedoch laut ADAC bei nasser Fahrbahn nicht ausreicht. Um eine sichere Fahrt zu gewährleisten, sollten Sommerreifen eine Restprofiltiefe von mindestens 3 mm aufweisen. Ist die Profiltiefe unterschritten, können die Fahrzeuge sehr schnell den Kontakt zur Fahrbahn verlieren und die Gefahr für Aquaplaning steigt.

Generell solltest du die Profiltiefe der Reifen regelmäßig testen, denn diese ist bei Nässe sehr wichtig. Nur eine ausreichende Profiltiefe gewährleistet eine ausreichende Haftung auf den Straßen. Auch der Luftdruck der Reifen sollte von Zeit zu Zeit überprüft werden. Es ist ratsam, diesen bei kälteren Temperaturen zu kontrollieren, da sich bei Überhitzung der Reifenfülldruck erhöht.

Außerdem dürfen die Reifen keine Beschädigungen wie Risse oder Beulen aufweisen. Um sicher zu sein, kannst du deine Pneus von einem Fachmann begutachten lassen.

Zusammengefasst kannst du dich an folgenden drei Faktoren orientieren:

  • Nutzung von 8 bis 10 Jahren
  • Restprofiltiefe von mindestens 3 mm
  • keine Beschädigungen oder Risse der Reifen

Wann sind Sommerreifen am günstigsten?

Die Idee, günstige Angebote in der Wintersaison zu bekommen, schlägt hier leider fehl. Beim Sommerreifenkauf gelten andere Regeln: Die beste Zeit, gute Angebote zu ergattern, ist kurz vor Saisonbeginn, Ende März bis Anfang April.

In diesem Zeitraum fallen die Preise rapide und du kannst gute Sommerreifen zu einem günstigen Preis erhalten. Falls du den günstigen Kaufzeitraum verpasst hast, kannst du es noch einmal im Oktober versuchen, denn hier gibt es ähnliche Preise.

Generell solltest du hin und wieder mal die Preise für die Sommerreifen überprüfen, da es garantiert auch zwischendurch mal gute Angebote gibt.

Drei wichtige Fakten zu Sommerreifen

  1. Sommerreifen weisen im Gegensatz zu ihren winterlichen Pendants eine härtere Gummimischung auf. Das sorgt dafür, dass das Material auch bei höheren Temperaturen nicht zu weich wird.
  2. Das Profil von Sommerreifen hat Längsrillen und ist deutlich gröber als das der Winterreifen. Diese Eigenschaften sorgen für den perfekten Grip auf trockener und regennasser Fahrbahn.
  3. Ab wann Sie Ihre Reifen wechseln, verrät Ihnen die Faustregel Von Ostern bis Oktober – also ungefähr in der Osterzeit wird der Reifenwechsel fällig. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie jedoch abwarten, bis die wärmeren Temperaturen konstant bleiben.

Entscheidung: Welche Arten von Sommerreifen gibt es und welcher ist der richtige für dich?

Für jede Fahrsituation gibt es den passenden Reifen. Nässe, Glätte und Temperaturen beeinflussen Profil und Gummihärte. Als PKW-Fahrer kannst du zwischen folgenden Sommerrädern auswählen:

  • Standard-Sommerreifen
  • Runflat-Sommerreifen
  • Ganzjahresreifen

Diese Sommerreifenarten können als Kompletträder oder Reifen ohne Felgen gekauft werden. Kompletträder werden wie der Name schon sagt komplett mit Felgen gekauft. Diese Kaufentscheidung wirkt sich jedoch auf den Wechselaufwand und Preis aus. Nähere Informationen hierzu geben wir dir unter der Rubrik Ratgeber.

Für jede Fahrsituation gibt es den passenden Reifen. Nässe, Glätte und Temperaturen beeinflussen Profil und Gummihärte. (Bildquelle: ErikMi / Pixabay.com)

Was sind Standard-Sommerräder und worin liegen ihre Vor- und Nachteile?

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Die Entscheidung einen Sommerreifen zu kaufen, ist individuellund hängt von verschiedenen Wünschen und auch vom Fahrverhalten ab. Auch persönliche Vorlieben wie Schnelligkeit, Haftung und Komfort sollten berücksichtigt werden.

Standard-Sommerräder sind im Vergleich zu Ganzjahresreifen und Runflat-Sommerreifen für die Sommersaison ohne Einschränkungen einsetzbar. Natürlich sind die Leistungen von Modell zu Modell unterschiedlich. Da die Kaufentscheidung bei der großen Auswahl nicht ganz leicht ist, kannst du dir im Internet Testergebnisse anschauen und diese nach deinen Wünschen und Vorlieben vergleichen.

Vorteile
  • gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • spezialisiertes Profil für entsprechende Wetterbedingungen
  • höhere Sicherheit und Bodenhaftung
Nachteile
  • keine Weiterfahrt nach Panne
  • Reifenwechsel notwendig
  • Gegebenenfalls Lagerung notwendig

Generell gibt es eine große Auswahl an Herstellern. Besonders beliebte Sommerräder sind die der Marken Michelin, Continental, Hankook, Dunlop oder Goodyear.

Was sind Runflat-Sommerreifen und worin liegen ihre Vor- und Nachteile?

Wer gern in den Sommerurlaub fährt und ungern auf die Pannenhilfe wartet, für den könnte der Runflat-Sommerreifen ein passendes Modell sein. Das Besondere dieses Reifens ist, dass die Lauffähigkeit trotz vollständigem Luftverlust erhalten bleibt.

Durch seine verstärkten Seitenwände wird eine „luftlose“ Fahrt ermöglicht und somit eine längere Weiterfahrt bei 80 km/h, wenn es zu einem Schaden kommt. Du kommst also noch sicher zur nächsten Werkstatt.

Früher war dieses Modell nur für konstruierte Fahrzeuge vorgesehen. Durch Verbesserungen werden die Pneus mittlerweile auch für andere Fahrzeuge angeboten. Tests haben ergeben, dass dieFahrsicherheit bei Verwendung dieser Räder nicht eingeschränkt ist.

Ein Nachteil ist, dass aufgrund des höheren Rollwiderstandes der Kraftstoffverbrauch höher ist. Im Gegensatz zu Standard-Reifen sind Runflat-Sommerräder deutlich schwerer, was den Benzinverbrauch zusätzlich erhöht.

Vorteile
  • eingeschränkte Weiterfahrt nach Panne
Nachteile
  • Benötigen mehr Kraftstoff aufgrund des höheren Rollwiderstandes
  • Höherer Preis
  • Nur bei Autos mit Reifendruckkontrollsystem möglich
  • Höheres Gewicht

Wenn du dich für dieses Reifenmodell entscheidest, musst du leider auch tiefer in die Tasche greifen, denn Runflat-Sommerreifen sind meistens teurer als Standard-Räder. Eine weitere Einschränkung ist, dass diese Reifenart nur für Autos mit Reifendruckkontrollsystem infrage kommt. Denn die Einschätzung über den Luftdruck des Reifens ist wohl schwieriger als bei einem herkömmlichen Modell.

foco

Wusstest du, dass ein Reifendruckkontrollsystem (RDKS) mittlerweile in Deutschland Pflicht ist?

Seit dem 1. November 2012 müssen alle in der EU verkauften neu typengenehmigten Pkw und Wohnmobile mit einem RDKS ausgestattet sein und ab dem 1. November 2014 müssen in der EU alle Pkw und Wohnmobile mit Erstzulassung über ein RDKS verfügen.

Auch die Runflat-Sommerreifen sind von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich: So ist bei Aquaplaning beispielsweise der Uniroyal Rainexpert ein geeigneter Kandidat. Ein weiteres positives Merkmal ist die gute Bodenhaftung. Wenn du Wert auf geräuscharmes Fahren, stabile Seitenführung und harmonisches Handling legst, könnte dich der Firestone Firehawk SZ 90 interessieren.

Was sind Ganzjahresreifen und worin liegen ihre Vor- und Nachteile?

Bist du ein Autofahrer, der eher seltener unterwegs ist? Dann können wir dir Ganzjahresreifen empfehlen. Ganzjahresreifen werden allerdings vorzugsweise im Stadtverkehr eingesetzt. Sie ermöglichen dir eine ganzjährige Nutzung des Reifens und sind auch als Allwetterreifen bekannt. Die Grundidee ist, dass sie bei allen Wetterbedingungen standhalten.

Das für Nässe und Wärme kombinierte Profil ist jedoch leider keine ideale Lösung, da bei Schnee nur ein Profil eines Winterreifens optimal wirksam ist. Das Winterreifenprofil hat spezielle Lamellen, die für eine sichere Haftung sorgen. Im Sommer bieten sie geringeren Schutz bei Aquaplaning als extra dafür entwickelte Sommerräder.

Vorteile
  • Ganzjährig einsetzbar ohne Reifenwechsel
  • Kein Reifenwechsel nötig
Nachteile
  • Nur im Stadtverkehr einsetzbar
  • Profil nicht geeignet bei Schnee und Glätte
  • Höherer Verschleiß
  • Weniger Sicherheit

Nachteile sind, dass sie in Lebensdauer, Bodenhaftung und Sicherheit gegenüber Standard-Reifen schlechter abschneiden. Auf den ersten Blick ist der Kauf von Ganzjahresreifen eine günstigere Variante, jedoch spart man auch an Sicherheit.

Im Gegensatz zu Sommer- und Winterreifen sind sie weniger spezialisiert für extreme Wetterbedingungen. Besonders wirkt sich der Unterschied bei Glätte und Nässe aus, da der Bremsweg deutlich länger ist.

Durch den höheren Verschleiß ist die Lebensdauer weitaus kürzer als bei konventionellen Sommerrädern, sodass sie meist im Winter aussortiert werden müssen. Vielfahrern raten wir lieber, auf die klassische Variante Sommerreifen-Winterreifen zu vertrauen.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Sommerreifen vergleichen und bewerten

Um den passenden Sommerpneus zu finden, kannst du verschiedene Modelle im Internet nach unterschiedlichen Kriterien bewerten. Gute Haftung auf trockenen und nassen Straßen, geringer Rollwiderstand, geringe Geräuschentwicklung und ein komfortables Fahrgefühl zählen zu den wichtigsten Eigenschaften eines guten Reifens.

Jedoch ist das nicht alles, denn es gibt noch weitere relevante Produkteigenschaften, die bei der Wahl berücksichtigt werden sollten. Folgende Auflistung kannst du in deine Kaufentscheidung einbeziehen:

  • Profil / Haftung
  • Kraftstoffverbrauch
  • Geräuschemission
  • Bremseigenschaften
  • Aquaplaning
  • Komfort
  • Fahrstabilität
  • Lebensdauer

Profil / Haftung

Auch wenn wir das Thema Sicherheit bereits mehrmals angesprochen haben, möchten wir dich noch einmal darauf hinweisen, dass dieses Kriterium wohl das wichtigste beim Kauf eines Sommerreifens ist.

Vor dem Kauf müssen eine Reihe von Faktoren und Eigenschaft geprüft und verglichen werden, damit auch mit den neuen Reifen Sicherheit und Fahrkomfort gewährleistet werden können. (Bildquelle: MikesPhotos / Pixabay.com)

Um sicher durch den Sommer zu kommen, ist ein optimales Sommerreifenprofil entscheidend. Dieses sorgt für eine gute Haftung auf der Fahrbahn und sollte somit im Fokus bei der Kaufentscheidung stehen. Ein idealer Grip gewährleistet zusätzlich einen kurzen Bremsweg. Im Ernstfall kann dieser Aspekt Schlimmeres vermeiden.

Regen, Trockenheit und hohe Temperaturen sind eine große Herausforderung für deine Pneus. Sie müssen diesen äußerlichen Gegebenheiten standhalten. Sommerreifen sind Alleskönner, denn sie müssen bei starkem Regenschauer und dementsprechender Aquaplaning-Gefahr für eine sichere Haftung auf der Fahrbahn sorgen.

foco

Wusstest du, dass Sportwagen häufig mit Niederquerschnittsreifen fahren?

Der Querschnitt eines Reifen ist eine wichtige Kenngröße, die das Fahrverhalten und die gesamte Fahrzeugoptik beeinflusst. Niederquerschnittsreifen sind Pneus mit einem reduzierten Verhältnis zwischen Reifenhöhe und Reifenbreite, welches hierbei von 20 bis 45 % reicht. Wer einen dynamischen und sportlichen Charakter seines Fahrzeugs schätzt, entscheidet sich gerne für sogenannte Niederquerschnittsreifen.

Die hierfür eigens entwickelten Längsrillen und Gummiblöcke sorgen für den nötigen Grip. Die Oberfläche eines Sommerreifens hat viele Profilblöcke, die über Wischkanten vorn und härtere Haftungsflächen dahinter verfügen. Die Funktion erinnert an kleine Scheibenwischer. So wird gewährleistet, dass bei Regen eine fortwährende Bodenhaftung besteht.

Durch die Längsrillen wird das Wasser verdrängt und mithilfe der Gummiblöcke halten die Reifen sicher auf der Fahrbahn.

Ob auf der Fahrbahn oder auf dem Parkplatz: Sommerräder sind hohen Temperaturen ausgesetzt. Auch das ist kein Problem für die Räder, denn ein spezieller Gummi sorgt mit seiner Härte für ein gutes Durchhaltevermögen.

Wenn du verschiedene Sommerreifen-Modelle miteinander vergleichst, kannst du dir in der Kategorie Nasshaftung den Wert für die Bremsklasse anschauen, die die Bremsleistung aufzeigt. Die Bremsklasse A mit 0 m Bremsweg weist die ideale Bremsleistung auf. Eine Verbesserung um eine Klasse bedeutet eine Verkürzung des Bremsweges von 3-6 m. Der absolute Bremsweg wird bei 80km/h gemessen.

Bremsklasse Bremsweg
A +0 m
B +3 m
C +4 m
D entfällt
E +5 m
F +6 m
G entfällt

In unserem Vergleich punkten die Reifen

  • ContiPremiumContact5
  • EfficientGrip Performance
  • Sport BlueResponse
  • Ventus Prime 2
  • Energy Saver
  • CrossClimate
  • Vector 4 SeasonsG2

mit einem guten bis sehr guten Grip auf der Fahrbahn.

Kraftstoffverbrauch

Die meisten Pkw-Fahrer achten auf einen geringen Kraftstoffverbrauch. Wenn du dazu gehörst, kannst du verschiedene Modelle hinsichtlich Kraftstoffeffizienz vergleichen. Die verschiedenen Effizienzklassen von A bis G zeigen dir die Energieeffizienz eines Reifens auf.

Effizeinzklasse Mehrverbrauch gegenüber nächstbester Klasse
A kein
B bis 0,10 l pro 100km
C bis 0,12 l pro 100km
D entfällt
E bis 0,14 l pro 100km
F bis 0,15 l pro 100km
G mehr als 0,15 l pro 100km

Ein entscheidender Parameter bei der Messung ist der Rollwiderstand, der direkten Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch hat. Je niedriger er ist, desto weniger Energie wird benötigt. Das Resultat ist ein geringerer Benzinverbrauch.

Allerdings ist der Rollwiderstand von Fahrzeugtyp, Fahrzeug und Fahrbedingungen abhängig. Ein Reifen mit der Klasse A verbraucht auf 100 km 0,1 l weniger Kraftstoff als ein Reifen mit der Klassifizierung B. Eine Verbesserung um eine Klasse bedeutet eine Kraftstoffersparnis von zirka 0,1 Liter auf 100 km.

Wenn für dich der Kraftstoffverbrauch entscheidend ist, ist der Runflat-Sommerreifen nicht unbedingt eine gute Wahl, da dieser aufgrund des höheren Rollwiderstandes mehr Kraftstoff verbraucht.

Sieger sind hier eindeutig die Modelle

  • Sport BluResponse
  • EfficientGrip Performance
  • Energy Saver

mit der Effizienzklasse B. Verlierer ist hier leider der

  • ContiSportContact 5

Geräuschemission

Wenn du keine Lust auf eine hohe Geräuschkulisse beim Fahren hast, solltest du die Sommerreifen-Modelle nach diesem Kriterium bewerten. Generell erhöht sich die Lautstärke, wenn du stärker auf das Gaspedal trittst. Wenn bei der Herstellung des Reifens nicht auf ein geringes Abrollgeräusch Wert gelegt wurde, kann es schnell unangenehm werden.

Übeltäter für die Geräuschentwicklung sind die Längsrillen auf der Reifenoberfläche, die für den nötigen Grip sorgen. Um geringe Abrollgeräusche zu erzeugen, muss der Fahrzeugreifen genau austariert werden.

Die Geräuschemission der Reifen hat Einfluss auf die Gesamtlautstärke des Fahrzeugs. Der Messwert des externen Rollgeräusches gibt die Laustärke des Geräusches beim Vorbeifahren des Fahrzeuges an.

Das Rollgeräusch wird in Geräuschklassen (GK) eingeteilt und in ein, zwei oder drei Schallwellen ausgedrückt sowie in Dezibel gemessen. Je mehr Schallwellen angegeben sind, desto lauter ist das Außengeräusch des Reifens.

Auch hier sind die Modelle unterschiedlich. Schau dir am besten die Vergleichstabelle an, um ein passendes Modell zu finden. Der Sport Blu Response, EfficientGrip Performance sowie Vector 4 Season schneiden in unserem Vergleich am besten hinsichtlich Lautstärke ab. Am lautesten ist hier der ContiSportContact 5 und ContiPremiumContact 5.

Bremseigenschaften

Wie bereits unter der Kategorie Profil geschrieben, ist die Bremsleistung ein relevanter Faktor. Diesen kannst du dir in der Vergleichstabelle anschauen und vergleichen. Ganz besonders sollte das Reifenmodell beim Nassbremsen gute Leistungen mitbringen. Je kürzer der Bremsweg ist, desto schneller kommt dein Fahrzeug zum Stillstand.

Hier solltest du darauf achten, dass die Bremsklasse niedrig ist und somit der Bremsweg geringer ausfällt. Zu lange Bremswege bedeutet immer eine Gefahr, wenn das Auto in eine gefährliche Situation gerät. Ein guter Kurvengrip sollte allemal vorhanden sein, damit du sicher an dein Ziel kommst.

Laut Testberichten schneiden hier beispielsweise die Modelle der Hersteller Continental, Dunlop und Goodyear sehr gut ab. Beim ContiPremiumContact 5 wurde neben positiven Bremseigenschaften auf viele weitere Aspekte in der Entwicklung geachtet.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger ContiPremiumContact2 kann der Pneus mit einem verkürzten Bremsweg, einem verbesserten Rollwiderstand, einem besseren Handling und einem geringeren Materialverschleiß punkten. Ein großes Fahrerlebnis für Schnellfahrer, denn der ContiPremiumContact 5 ist für Geschwindigkeiten bis 270 km/h ausgelegt.

Eine weitere gute Wahl ist der Sport BluResponse von Dunlop, der seine Stärken in der Nasshaftung und in einem geringen Rollwiderstand zeigt. Er ist einwandfrei in der Haftung, da er mit Polymeren, die eigens für den Motorsport konzipiert wurden, ausgestattet ist. Dieses besondere Merkmal führt zu herausragenden Bremseigenschaften.

Aquaplaning

Wer kennt es nicht: Es regnet in Strömen und das Fahrzeug muss den unangenehmen Wetterbedingungen standhalten. Da deine Sicherheit auf der Fahrbahn vorgeht, ist auch dieses Kriterium von großer Wichtigkeit. Besonders solltest du darauf achten, wie der Reifen im Kurven-Aquaplaning abschneidet.

Auch hier kannst du im Internet nach Testberichten oder Erfahrungswerten von Nutzern schauen. Laut Testberichten hat der Sommerpneus von Goodyear EfficientGrip Performance seine Schwächen im Aquaplaning, jedoch zeichnet er sich durch Präzision auf nasser Fahrbahn, durch kurze Bremswege und sehr niedrigem Rollwiderstand aus.

Komfort

Wenn du gern und viel fährst, könnte dich ein guter Fahrkomfort interessieren. Dieser sollte nicht unterschätzt werden. Denn wie in einer bequemen Hose solltest du dich auch beim Fahren im Auto wohl fühlen. Eine gute Abfederung beim Abrollen gewährleistet einen angenehmen Fahrkomfort.

Es gibt Testberichte, die dieses Kriterium in die Bewertung einbeziehen. Falls nicht, kannst du auch hier auf persönliche Erfahrungen von Kunden zurückgreifen.

Fahrstabilität

Eine gute Fahrstabilität sorgt auch bei Nässe für ausreichend Sicherheit und ein angenehmes Fahrgefühl. Du solltest darauf achten, dass der Reifen eine Untersteuerneigung, eine sichere Seitenführung und ein softes Anlenkverhalten gewährleistet.

Lebensdauer

Wie sieht es mit dem Verschleiß deiner Reifen aus? Auch dieser Fakt ist nicht ganz unwichtig, wenn du dich nicht jedes Jahr um neue Reifen kümmern möchtest. Die Lauffläche eines Reifens verzahnt sich mit der Fahrbahn. Durch die Verzahnung kommt es zu Abrieb und Abnutzung der Reifenoberfläche.

Prinzipiell sollte ein Reifen nicht länger als 8 Jahre gefahren werden, da sich seine Materialeigenschaften extrem verschlechtern.

Die AutodoktorenAutoexperten, Youtuber

Nicht nur Runflat-Reifen können die Weiterfahrt bei Reifendruckverlust gewährleisten. Das Protectis System ist eine extra gummiartige Beschichtung auf der Reifeninnenseite, die den Reifen vor Schäden schützt. Wenn eine Schraube oder ähnliches sich während der Fahrt in den Reifen bohrt und das Obermaterial zerstört, sorgt die erhitzte Gummibeschichtung für das sofortige Verschließen des Lochs. Das ermöglicht dir problemlos die nächste Werkstatt aufzusuchen. (Quelle: www.youtube.com)

Eine gute Qualität des Gummis ist an einer längeren Lebensdauer des Reifens beteiligt. Ein Einflussfaktor für eine schnellere Abnutzung ist unter anderem ein geringerer Luftdruck, den du regelmäßig überprüfen solltest. Weitere Einflussfaktoren für den Verschleiß sind äußere Bedingungen wie das Wetter oder beispielsweise Bordsteine.

Niederquerschnittsreifen sehen nicht nur toll aus, sie bieten dir auch eine verbesserte Kontrolle deines Fahrzeugs. Durch die reduzierte Dämpfung leidet jedoch der Fahrkomfort. (Bildquelle: MikesPhotos / Pixabay.com)

Um den Verschleiß deiner Reifen zu kontrollieren, solltest du regelmäßig die Profiltiefe testen, wie wir bereits unter dem Punkt Trivia näher erläutert haben. Sollten deine Reifen die Mindestprofiltiefe von 3 mm unterschreiten, solltest du diese auswechseln.

Laut Erfahrungsberichten ist der Energy Saver von Michelin sehr verschleissfest. Schau dir auch zu diesem Kriterium Testberichte und Erfahrungen an.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Sommerreifen

Was ist der Unterschied zwischen Sommer- und Winterreifen?

Sommer- und Winterreifen unterscheiden sich im Profil und in der Härte des Gummis. Die Mischung beider Faktoren ermöglicht ein hohes Maß an Sicherheit für den PKW-Fahrer. Der Gummi der Sommerräder ist deutlich härter, um den sommerlichen Einflüssen wie schnellere Fahrweise, stärkere Reibung und extremen Temperaturen auf trockenen und nassen Fahrbahnen standzuhalten.

Sommerreifen werden durch ihre Gummimischung bei Hochgeschwindigkeitsfahrten nicht so weich. Der härtere Gummi-Mix sorgt bei Bremsmanövern für mehr Stabilität, da das Auto früher zum Stillstand kommt. Der spezielle Gummi ermöglicht kürzere Bremswege, einen geringeren Kraftstoffverbrauch und weniger Verschleiß.

Das Profil des Sommerreifens ermöglicht eine bessere Verdrängung des Wassers bei Nässe im Vergleich zum Winterreifen. Im Gegensatz dazu haben Winterreifen spezielle Griffkanten, die bei Schnee und Glätte für eine sichere Haftung auf der Fahrbahn sorgen.

In Punkto Sicherheit bei sommerlichen Temperaturen sowie auch im Fahrkomfort und Handling schneiden Sommerräder besser ab als Winterreifen.

Kann ich mit Sommerreifen im Winter fahren?

Sommerreifen im Winter? Davon ist dringend abzuraten! Da sich Sommer- und Winterreifen in ihren Profilen unterscheiden, sind Sommerreifen für den Winter nicht geeignet und seit der Winterreifenpflicht 2010 verboten.

Andersrum sieht es mit Winterreifen im Sommer aus. Ein Verbot gibt es nicht, jedoch schreibt die Straßenverkehrsordnung vor, dass Fahrzeuge mit geeigneter Bereifung ausgestattet sein müssen.

Auch solltest du aus ökonomischen Interesse darauf verzichten. Denn: Aufgrund des speziellen Profils steigt der Benzinverbrauch, da der Bremsweg verlängert wird. Laut ADAC verlängert sich der Bremsweg eines Winterreifens bei Temperaturen ab 25 Grad um 10 % Prozent.

Zu beachten gilt es, dass es einige Länder gibt, in welchen eine Winterausstattung Pflicht ist. Wenn du nicht das richtige Equipment besitzt können unnötige Strafen auf dich zukommen. Solltest du also nur mit Sommerreifen unterwegs sein, dann beachte bevor du in ein anderes Land fährst dessen Bestimmungen.

Land Bestimmungen Zusätzliches
Deutschland Winterreifenpflicht bei winterlichen Bedingungen, Mindestprofiltiefe von 1,6mm Schneeketten sollten mitgeführt werden
Frankreich Generell keine Pflicht, in Bergregionen jedoch notwendig Schneeketten sollten mitgeführt werden
Italien Keine Winterreifenpflicht im Allgemeinen, jedoch kann es behördlich angeordnet werden In bergigen Gebieten muss Winterausstattung mitgeführt werden
Schweiz Keine generelle Winterpflicht, jedoch bei winterlichen Verhältnissen werden diese empfohlen Schneeketten müssen bei entsprechenden Verkehrszeichen montiert werden, zusätzlich sind in den Wintermonaten Spikereifen erlaubt
Österreich Winterreifen werden empfohlen, Mindestprofiltiefe von 4mm und Reifen müssen MS Symbol aufweisen Schneeketten sollten mitgeführt werden

Wie und wo kann ich Sommerreifen lagern?

Auch Sommerreifen müssen ihren Winterschlaf halten. Dieser sollte jedoch gut vorbereitet werden. Falls es dir lieber ist, deine Reifen selbst einzulagern, stelle dir folgende Fragen: Ist der Luftdruck noch ok? Hat der Gummi Risse oder gibt es Fremdkörper? Wie sieht es mit der Profiltiefe aus?

Eine gründliche Reinigung der Reifen mit Wasser und Bürste ist wichtig. Für die Lagerung ist es sinnvoll, die Reifen stehend zu lagern. Am besten sollten sie an der Garagen- oder Kellerwand an Haken oder Felgenbäumen aufgehängt werden. Laut ADAC ist es ratsam, Reifen nach acht Jahren auszusortieren. Hierfür benötigst du das Herstellerdatum, das du an der Reifenwand findest.

Wenn du dich der Reifenlagerung nicht selbst widmen möchtest, kannst du die Pneus in professionelle Hände geben, denn Reifenhändler, Werkstätten und Tankstellen bieten eine fachgerechte Lagerung an. Die Kosten liegen bei etwa 6 bis 8 Euro. Um Verwechselungen der Reifen zu vermeiden, gibt es mittlerweile ein Formular, in das Informationen wie Größe oder Modellbezeichnung eingetragen werden.

Wo kann ich die Profiltiefe von Sommerreifen messen lassen?

Die Profiltiefe lässt sich ganz einfach messen, indem du eine Münze zwischen die Profilrillen steckst. Der Rand der Münze ist 3 mm breit und dürfte bei einem guten Profil nicht sichtbar sein.

Sind Sommerreifen teurer als Winterreifen?

Sicherlich kann man unter Sommerreifen und Winterreifen gute Angebote finden. Grundlegend gibt es zwischen Sommer- und Wintermodellen keinen großen Preisunterschied.

Der Unterschied ist vielmehr abhängig von Marke, Art, Modell und Zustand. Lediglich entstehen bei Winterreifen einmalige Mehrkosten, da ein zweiter Felgensatz angeschafft werden muss. Das ist jedoch nur einmalig nötig.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] Leister, Günter (2015):Fahrzeugräder – Fahrzeugreifen: Entwicklung – Herstellung – Anwendung. Springer-Verlag.

[2] https://www.adac.de/infotestrat/reifen/

[3] https://www.reifen.de/static/de/tipps-tricks/reifentipps/reifenkennzeichnung

Bildquelle: Pixabay.com / Alexas_Fotos

Warum kannst du mir vertrauen?

Sven Hertzog
Sven ist Autohändler und hat sich auf Luxuskarosserien spezialisiert. Durch die vielen verschiedenen Kunden kommt er immer wieder mit den unterschiedlichsten Fahrzeugtypen in Kontakt. Für bestimmte Kunden sucht er auch im Auftag und hat so bereits das eine oder andere besondere Modell gefunden.